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Wie sollen wir auf unvorstellbare Gewalt reagieren?
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Wie sollen wir auf unvorstellbare Gewalt reagieren?

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von Simone Debour

Zwei Tage nach den Anschlägen in Paris käme es mir heute zynisch, surreal vor, Tagesmottos oder Beiträge zu posten, in denen es um das persönliche Glück, das persönliche Wohlbefinden geht.

Bereits gestern hat mich die Situation emotional überfordert.

Wie sollen wir, als „Universität des Glücks“, auf diese entsetzliche Gewalt, Aggressivität, unvorstellbare Brutalität reagieren?

Einige von Euch erinnern sich vielleicht noch, dass die UniversityofHappiness.de letztes Jahr von islamistischen Dschihadisten gehackt wurde. Auf unserer Website wurde plötzlich, unterlegt mit osmanischer Militärmusik, zum Dschihad aufgerufen. Es dauerte fast zwei Tage, bis wir das Problem gelöst hatten. Damals erklärten uns Informatikspezialisten, dass lebensbejahende Webseiten von IS-Anhängern gehasst sind und unsere Seite nicht die einzig betroffene ist.

Deshalb habe ich mich entschieden ab morgen zur „Tagesordnung“ überzugehen. Dass wir ab morgen noch mehr Anstrengungen unternehmen werden, Menschen zu inspirieren Liebe & Glück in die Welt zu tragen. Dass wir ab morgen weiterhin mit Liebe, Mitgefühl, Güte, Toleranz, Fürsorge & Mut in unserem eigenen sozialen Umfeld auf diese kriegerische Tat reagieren, da wir ansonsten fanatischen Terroristen gestatten würden, unsere Feiheit zu beschneiden. Denn ich habe Wünsche. Für mich. Für die Welt in der ich lebe.

Ich wünsche mir, dass wir alle zusammen mutig sind

Ich wünsche mir, dass wir bei verbalem Hass, bei Hetze und kriegerischen Absichten Haltung zeigen. Denn jeder Krieg beginnt im Kleinen und vor der eigenen Haustür. Ich wünsche mir, dass wir den Versunsicherten unser Ohr schenken und versuchen ihnen ihre Ängste zu nehmen. Ich wünsche mir, dass wir alle zusammen mutig sind!

Schaffen wir das nicht, hätte der Terrorismus gewonnen. Das Ziel des Terrorismus ist die Destabilisierung Europas, der westlichen Welt. Wollen wir ihn bei seiner grausamen Zielerfüllung unterstützen? Ich nicht!

Ich wünsche mir, dass wir aufhören Angst zu haben und Ängste zu schüren. Ich wünsche mir, dass wir Geld investieren, Aufmerksamkeit, Zeit, alle Ressourcen, die wir mobilisieren können, um jene Menschen zu stärken, die vor Terrorismus und Krieg fliehen. Ich wünsche mir, dass wir humanitäre Hilfe leisten, unseren Werten treu bleiben und entsprechend handeln.

Ich wünsche mir, dass wir auf Krieg, egal wo auf unserer gemeinsamen Erde, mit mächtigen Friedenskationen und Hilfe, anstatt mit Raketen, antworten.

Ich wünsche mir, dass wir zeigen, dass Europa den eigenen Werten treu bleibt. Und zwar konstruktiv, nicht destruktiv.

Und weil ich mir all das wünsche, weil ich weiterhin in einem friedlichen Europa leben möchte, weil ich langfristig nicht selbst zur Geflüchteten werden will, deshalb geht es ab morgen mit gewohnter Happinessverbreitung weiter. Und ich würde mich sehr sehr freuen, wenn ihr uns dabei unterstützen würdet.

In diesem Sinne erinnere ich an den heutigen Volkstrauertag – einem in Deutschland stillen Gedenktag, der seit seit 1952, zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag, an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen erinnert.

Euch allen einen stillen, friedvollen Abend.

 

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