6-Wochen Zuckerfasten – So hat sich mein Leben verändert

6-Wochen Zuckerfasten – So hat sich mein Leben verändert

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Zucker ist nicht immer so offensichtlich wie bei diesen Cupcakes und ist daher oft schwer zu meiden.
© wundervisuals by iStockphoto

von Gereon von Ehrenfeld

Zucker ist böse. Das macht uns derzeit jeder zweite Artikel über gesunde Ernährung klar. War es noch vor Jahren das Fett, dann die Kohlenhydrate, die zum absoluten No-Go erklärt wurden, ist es nun der süße Zucker, der für Herzkrankheiten und Übergewicht verantwortlich sein soll.

Grundsätzlich lohnt es sich, bei solchen Meldungen skeptisch zu sein. Die Lebensmittelindustrie ist viel zu mächtig, als das sie nicht auch viel viel Forschung zu dem Thema unterstützt. Alles, um uns den neuesten Diät- und Gesundheitstrip zu verkaufen.

Allerdings, dass muss man wohl im Fall des Zucker eingestehen: Da ist was dran. Unabhängige Wissenschaftler und Ärzte predigen es nämlich auch mittlerweile, Zucker schadet. Und zwar unserem ganzen Körper. Zucker macht nicht nur dick, er schadet auch dem Gehirn, dem Herzen und kann zu Diabetes führen.

Außerdem, so hört man immer wieder von Zucker-Abstinenzlern, soll Zucker auch die Geschmacksnerven ruinieren.

Wir nehmen im Schnitt täglich fast 25 Gramm Zucker zu uns. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt die Hälfte.

25 Gramm sind also ziemlich viel.  Aber das geht auch schnell, den Zucker steckt überall: Nicht nur in Süßigkeiten und Backwaren, sondern in Säften, in Ketchup und Mayonnaise, Suppen, Limonaden und Fertiggerichten. Wer so viel Zucker zu sich nimmt, stumpft ab, so die Theorie. Und muss immer mehr Süßes essen, damit es überhaupt noch als süß empfunden wird.

Das hat mich interessiert. Ich wollte es selber herausfinden. Also habe ich 6 Wochen lang auf Zucker verzichtet. Auf alle Süßigkeiten, Honig und zu süßes Obst wie Weintrauben, auf Sekt und Prosecco, aber auch auf alle anderen Lebensmittel, in denen Zucker hinzugefügt wird. Das war wirklich nicht einfach!

Aber es hat mir nicht nur gezeigt, wie allgegenwärtig Zucker ist, sondern auch, wie süchtig ich vorher war. Denn ja, das Fasten ist mir oft genug richtig schwer gefallen. Vor allem in Momenten, in denen ich einfach nur 1-2 Schokoriegel in mich reinstopfen wollte.

Ich habe es aber ausgehalten und bin ganz schön überrascht. Denn ja, die Zucker-Abstinenzler haben recht, mir geht es viel besser. Die Eckdaten: Ich habe mit durchschnittlichem BMI und ohne weitere Einschränkungen beim Essen 2 Kilogramm abgenommen. Einfach so. Meine Kopfschmerzen sind weniger geworden. Ich fühle mich vitaler. Fitter, ausgeruhter, unternehmenslustiger. Aber was mich wirklich überrascht hat, war das Gefühl, mal wieder in einen Apfel zu beißen und den Apfel zu schmecken. Wie wunderbar süß der ist! Und wie der Gedanke an einen Schokoriegel mir fast den Mund zusammenzieht. Die ganze Süße könnte ich gar nicht mehr ertragen!

Nach den sechs Wochen habe ich mich dann trotzdem auf ein Stück Kuchen gefreut. Als ich dann den ersten Bissen in meinen Mund schob, merkte ich allerdings: Das ist es nicht. So toll ist Zucker nun auch nicht. Und ich ließ den Rest des Kuchens stehen. Ganz so streng, wie beim Fasten werde ich zwar nicht weitermachen, aber fast. Mein Körper hat mich überzeugt.

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