Home Glück - Tipps & Tricks, Beiträge und Reportagen rund um das wohl wichtigste Thema der Welt. Darum belastet uns der Jahreszeitenwechsel so – das kann man dagegen tun
Darum belastet uns der Jahreszeitenwechsel so – das kann man dagegen tun

Darum belastet uns der Jahreszeitenwechsel so – das kann man dagegen tun

0
© portishead1 by iStock

Der Herbst ist da. Daran kann kein Zweifel mehr aufkommen. Die meisten von uns haben schon die Heizung aufgedreht, den ersten Sturm überstanden und die Winterklamotten aus dem Schrank geholt. Aber so schön der Herbst auch sein kann, mit raschelndem Laub und zauberhaftem Licht…er kann auch ganz schön belasten. Mit seiner Dunkelheit, der Kälte, den immer kürzer werdenden Tagen. Das schlägt auf die Laune und drückt unsere Energie.

Ein echtes Problem

Und das kann nicht nur eine kleine Herbst-Melancholie sein, sondern ein manifestes Problem. Ein Problem mit einem Namen. Im englischsprachigen Raum wird dieses Phänomen Seasonal Affective Disorder, kurz SAD, genannt. Eine psychische Belastung, die vom Jahreszeitenwechsel provoziert wird.

SAD kann man durchaus mit den Symptomen einer Depression vergleichen, circa 15 Prozent der Bevölkerung sind von SAD im Herbst betroffen.

SAD

Dabei ist natürlich der Jahreszeitenwechsel zum Winter hin besonders schlimm. Die Tage werden kürzer, durch die Zeitumstellung gerät unser Takt aus dem Gleichgewicht, wir bekommen deutlich weniger Sonnenlicht ab. Alles Faktoren, die Verstimmungen verschlimmern können. Nicht nur Verstimmungen, wie gesagt, sondern richtiges Leiden. Betroffene fühlen sich ohne Energie, haben viel Appetit auf Ungesundes und vielleicht sogar Gliederschmerzen.

Anxiety UK, eine britische Organisation, die sich um Menschen mit Angststörungen kümmert, beschreibt SAD-Symptome wie folgt: „Verändertes Essverhalten, das zu mehr Kohlenhydraten statt der gesünderen Variante führen könnte, Änderungen beim Schlaf, Schwierigkeiten morgens aufzustehen, Schwindel am Tag, eine geminderte Libido, Schwierigkeiten sich zu konzentrieren oder Informationen zu verarbeiten und Probleme, sich zu erinnern.“



Körperliche Beschwerden

Ganz schön heftig! Und laut Experten scheint SAD tatsächlich vor allem Menschen in den nördlichen Gefilden zu betreffen, also diejenigen, die von Jahreszeitenwechseln zu weniger Tageslicht hin betroffen sind. Das ist auch ein Grund, warum empfohlen wird, SAD mit Lichttherapie zu behandeln. Ja, Lichttherapie. Lichttherapie ist kein Hokuspokus, sondern ein anerkanntes Verfahren zur Behandlung von Depressionen.

Bei der Lichttherapie sitzt man eine zeitlang vor einer speziellen Lampe und lässt sich ganz einfach bestrahlen. Das künstliche Sonnenlicht sorgt dabei dafür, dass unser Glückshormon Serotonin ansteigt und so unsere Stimmung verbessert.

Das Problem anpacken

Aber SAD-Betroffene können noch mehr machen. Wichtig wäre zum Beispiel, den Heißhungerattacken nach ungesundem Essen nicht nachzugeben. Gerade in den Wintermonaten ist es wichtig, gute Fette zu essen, Omega 3 und 6, bestenfalls mit Fisch und Nüssen. Außerdem sollten SAD-Betroffene jede Gelegenheit nutzen, Sonnenlicht abzubekommen. Also rausgehen und spazieren, wenn die Sonne scheint. Bewusst atmen, frische Luft aufschnappen und den Kreislauf anregen.

Gut zu sich selber sein. SAD ist ein ernstes Problem. Und echten Problemen begegnet man nicht, in dem man sie aussitzt, sondern indem man sie angeht. Im Zweifel sollten Betroffene daher auch zum Arzt gehen und sich professionelle Unterstützung holen.

In jedem Fall: Irgendwann wird es auch wieder Frühling…

Autorin: Simone Debour

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on Google+Print this pageEmail this to someone

Falls Dir dieser Beitrag gefällt, freuen wir uns über Deine Unterstützung!


Dein Glücks-Newsletter

Unser kostenloser Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles rund ums Thema Glück.

Datenschutzrichtlinien