Home Presse Nur fünf Minuten täglich reichen: Das ist das Beste, was Du für Dein Gehirn tun kannst
Nur fünf Minuten täglich reichen: Das ist das Beste, was Du für Dein Gehirn tun kannst

Nur fünf Minuten täglich reichen: Das ist das Beste, was Du für Dein Gehirn tun kannst

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Gutes tun - für's Gehirn!
© m-imagephotography by istock photo

Ruhe aufkommen lassen? Das gibt es heute kaum noch. Wer nicht gerade arbeitet oder seine Kinder versorgt, schaut noch eben über seine Facebook-Timeline oder checkt seine neusten WhatsApp-Nachrichten. Genau das lässt Dein Gehirn auf Dauer leiden. Doch der Ausweg ist ganz einfach.

Wir alle haben etwas gemeinsam. Wir alle haben vergessen, was Ruhe ist. Unsere Tage sind bis zur letzten wachen Minute ausgefüllt. Wenn wir nicht gerade arbeiten, Kinder versorgen, Freunde treffen, dann hängen wir vor dem Computer oder unseren Smartphones. Oder haben Kopfhörer auf. Bloß keine Ruhe aufkommen lassen!

Die meisten von uns greifen sogar noch kurz vorm Einschlafen nach ihrem Smartphone, nur um einmal kurz über die Facebook-Timeline oder Instagram zu scrollen. Und morgens, direkt nach dem Aufwachen, geht der Griff schon wieder ans Smartphone. Keine Ruhe.

Warten haben wir verlernt

Wann hast Du das letzte Mal jemanden gesehen, der an einer Straßenecke stand oder in einem Café saß und einfach gewartet hat? Wann hast Du selbst das letzte Mal einfach gewartet?




Dabei ist Ruhe so wichtig für uns. Für unser Gehirn. Wir sollten daher öfter mal zur Ruhe kommen. Das bedeutet nicht, dass wir uns eine richtige Auszeit von mehreren Tagen nehmen müssen. Schon fünf Minuten täglich kann unserem Gehirn richtig gut tun. Denn Ruhe sorgt dafür, dass unser Stresslevel sinkt und wir weniger angespannt sind. Nach einer Studie der Universität Pavia ist Ruhe sogar noch effektiver als entspannende Musik. Das zeigten Veränderungen im Blutdruck und des Blutkreislaufs im Gehirn.

Unser Gehirn wird durch Ruhe entlastet

Im Alltag prasseln permanent Sinneseindrücke auf uns ein – und unser Gehirn hat viel zu tun, diese ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Insbesondere der präfrontale Kortex, der Teil der Großhirnrinde, der sensorische Eindrücke empfängt, wird dabei stark beansprucht. Wenn zu viele Eindrücke verarbeitet werden müssen, können wir uns aber weniger gut konzentrieren. Das macht uns auf Dauer müde und beeinträchtigt auch unsere Fähigkeit, Handlungen zu steuern.

Laut Stephen Kaplan von der University of Michigan können wir unserem Gehirn aber helfen, sich wieder zu erholen. Dafür sollten wir uns in Ruhe in einer Umgebung aufhalten, die nicht so viele sensorische Reize wie unser normaler Alltag bietet. Ein ruhiger Spaziergang in der Natur könnte demnach helfen, unser Gehirn wieder zu entlasten.

Entlastung ist auch deshalb wichtig, weil unser Gehirn nur in einem entspannten Zustand so essentielle Dinge wie Tagträumen und Grübeln kann. Nur wer sich für eine Weile von externen Stimuli entfernt hält, kann – wie es so schön heißt – seinen Gedanken freien Lauf lassen. Und das heißt auch: Kreativ sein, neue Lösungsansätze entwickeln, Zukunft planen.

Unser Gehirn ist nicht für Multitasking gemacht

Nach dem Neurowissenschaftler Earl Miller ist unser Gehirn auch gar nicht für Multitasking ausgelegt. Wir sollten uns auf eine Sache konzentrieren, auch das bringt Ruhe für unseren Kopf. Und wenn wir ehrlich sind: Wie oft machen wir wirklich nur eine Sache? Die meiste Zeit versuchen wir doch mehrere Aufgaben unter einen Hut zu bringen: Arbeit, WhatsApp-Nachrichten, Einkaufsliste, das Gespräch mit dem Kollegen. Doch je mehr wir auf einmal tun, desto mehr leidet das Ergebnis.

Es braucht wirklich nicht viel, um unseren Gehirn trotz stressigen Alltags etwas Gutes zu tun. Und es ist wirklich einfach. Denn Gutes tun heißt in dem Fall: Nichts tun.

Original Focus-Artikel

 

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