Home Specials Adventskalender Der Adventskalender und seine spirituelle Bedeutung
Der Adventskalender und seine spirituelle Bedeutung

Der Adventskalender und seine spirituelle Bedeutung

0
Adventskalender
© KayTaenzer by istock photo

 

Die ersten Adventskalender lassen sich bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Verwendet wurden sie zunächst von protestantischen Christen, die in der Adventszeit Tag für Tag 24 Bilder an die Wand hängten. Eine simplere Form waren 24 Kreidestriche, die an eine Tür oder Wand gemalt wurden. Jeden Tag durften die Kinder dann einen Strich wegwischen.

Mitunter legte man auch bis Heiligabend täglich einen Strohhalm in eine Krippe. Eine skandinavische Tradition war das Abbrennen einer Adventskerze bis zu einer bestimmten Markierung.

Der erste gedruckte Adventskalender, der die Form einer Weihnachtsuhr hatte, wurde im Jahr 1902 von der evangelischen Buchhandlung in Hamburg herausgebracht. Ein Jahr darauf erschien der gedruckte Kalender „Im Lande des Christkinds“, der aus einem Bogen mit 24 Bildern bestand, die man ausschneiden und auf einen anderen Bogen mit 24 Feldern kleben konnte.

Während des Nationalsozialismus erschienen Vorweihnachtskalender, die die Wintersonnenwende in den Vordergrund rückten und anstelle von christlichen Motiven Zeichnungen von germanischen Gottheiten enthielten.

In der Nachkriegszeit entwickelte sich schließlich der typische Adventskalender, in dem hinter den Türchen Bilder von biblischen Gestalten zu finden waren. Man vermutet, dass diese Idee von einem evangelischen Pfarrer stammte.

Ab den 50er Jahren wurden Adventskalender preiswert angeboten, wodurch sie sich zu Massenartikeln entwickelten und schlagartig an Beliebtheit gewannen. Als Motive benutzte man Bilder von verschneiten Ortschaften, während am 24. Dezember das Bild einer Krippenszene erschien.

1958 wurden schließlich auch Adventskalender auf den Markt gebracht, die mit Schokolade gefüllt waren. Aber auch handgemalte Adventskalender waren sehr beliebt.

Es gibt die Überlieferung, dass jeder Adventstag eine spirituelle Bedeutung hat.

Der 1. Dezember möge dich an die Einheit in allem erinnern,

am 2. Tag mögest du dich öffnen für diese segensreiche Zeit,

am 3. Tag mache dich für das Neue bereit.

Am 4. Tag möge dein Herz jubeln und singen
und dir eine neue Version vom Leben bringen.
Heute ist der Barbaratag, schneide einen Obstbaumzweig.
Er bringt Licht und Hoffnung in dein Heim
und schenkt dir ein neues erblühen im Sein.

Der 5. Tag ist voller Hoffnung und Freude,

am 6. Tag dir der Nikolaus eine gute Nachricht bringen mag,
schaue zurück, erkenne den Segen,
der hinter dir liegt auf vergangenen Wegen –
bereite anderen eine Freude,
Hilfsbereitschaft ist wertvoll heute.

Es ist der zweite Advent, an dem die zweite Kerze brennt,
Gegensätze können sich jetzt vereinen,
duale Kräfte müssen sich nicht verneinen.

Am 7. Tag lausche auf die Stimme deines Herzens,
sie bringt die segensreiche Kunde für eine neue Erdenrunde.

Am 8. Tag kannst du etwas Altes beenden,

am 9. Tag möge dich die Zuversicht tragen,

am 10. Tag kannst du etwas Neues wagen,

am 11. Tag möge dir alles gelingen,

am 12. Tag lasse dein Herz jubeln und singen.

Der 13. Tag schenkt dir Kraft und Frieden,
die dritte Kerze brennt.
Es ist der dritte Advent.
Feiere das „Wir“, die Gemeinschaft und Liebe –
wer war an deiner Seite?
Danke und teile deine Liebe,
so wird sie sich mehren und das Leben ehren.

Der 14. Tag öffnet neue Türen,
lasse dich davon im Herzen berühren.

Am 15. Tag findest du Kraft und Mut –
eine neue Handlung, das tut gut.

Am 16. Tag der Neumond eine Wende bringt,
dir eine frohe Botschaft winkt.

Am 17. Tag die Engel singen und dir Licht und Liebe bringen.

Am 18. Tag hege gute Wünsche und Gefühle,
bleibe in der Ruhe und in der Stille,
höre auf den göttlichen Willen.

Am 19. Tag dein Schutzengel dir eine Kunde bringen mag,

am 20. Tag ist der vierte Advent,
sieh, die vierte Kerze brennt –
nun ist die Weihnacht nicht mehr fern,
freue dich, lasse leuchten deinen Stern.

Heute, am 21. Tag, in der Julnacht in alten Zeiten,
räuchert man und machte sich bereit,
das neue Licht, das jetzt anbricht,
in dieser Nacht zu empfangen und zu ehren,
und Altes vor die Tür zu kehren.
Höre das Flüstern deiner Seele,
erkenne die Zeichen, Orakel in dieser Nacht,
und wähle aus der Fülle eine strahlend neue Hülle.

Der 22. Tag – nun ist es bald so weit,
genieße die Tage der Vorweihnachtszeit,

am 23. Tag steigt die Spannung an,
was bringt nur der Weihnachtsmann?

Am 24. Tag die Wohnung im neuen Glanz erstrahlen mag,
öffne dich für das Mysterium des Lichts.
Lasse es in dein Herz ganz weit –
verzeihe, vergib und mache dich bereit.
Du hast es verdient, glücklich, geliebt und gesund zu sein,
lasse Licht und Liebe in dich hinein.
Der ewige Baum erstrahlt im Glanz,
deine Seele ist heil und ganz –
empfange den Segen,
den goldenen Regen,
und teile ihn mit der ganzen Welt,
ein neues Licht diese Erde erhellt.
Christus ist in die Welt geboren,
erinnert uns an das ewige Licht und daran,
dass ein neuer Tag anbricht.
Am Heiligen Abend ist das größte Geschenk
das Licht der Liebe, das jeder empfängt.
Das große Geheimnis segnet dich heute,
teile und feiere mit großer Freude.
Ehre die Schöpfung, die ewige Quelle
an jedem Ort und an jeder Stelle.

Nun beginnen die heiligen Nächte
lausche dem Raunen, dem neuen Lichtsamen.
Er regt sich jetzt in der dunklen Zeit.
Das neue Jahr macht sich breit.

Bis zum 6. Januar erfährst du,
was kommt, was ist, was war.
Kannst du das Schicksal neu aushandeln
und alte Dinge in Glück verwandeln?
Der Torweg steht offen,
schreite hindurch, achte auf die Zeichen
und stelle die Weichen.

Welche Bedeutung hat die Adventszeit?

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on Google+Print this pageEmail this to someone

Falls Dir dieser Beitrag gefällt, freuen wir uns über Deine Unterstützung!


Dein Glücks-Newsletter

Unser kostenloser Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles rund ums Thema Glück.

Datenschutzrichtlinien