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Der Fluch des Perfekten

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Video-Lektion 4

Fühl Dich endlich gut genug!

Willst Du immer alles perfekt machen? Deine Wohnung aufgeräumt halten, zum Sport gehen, ein liebevoller Mensch sein, gut aussehen, 100%-ig korrekt im Job Deine Aufgaben erledigen und und und …?

Willst Du immer alles 100-, besser noch 120%-ig abliefern? Willst Du stets das Optimum rausholen und leidest Du seelisch und körperlich unter Deinen hohen Ansprüchen?

Denkst Du:

Alles, was ich tue, ist nicht gut genug, nicht schnell genug, überhaupt nicht genug und schon gar nicht gut?

Falls ja: Du bist nicht alleine – Perfektionismus ist weit verbreitet!

Wer sich Perfektionismus auf die Fahnen geschrieben hat, der steht meist unter großer psychischer und körperlicher Anspannung, kann schlecht abschalten, findet kein Ende bei der Arbeit (weil man immer etwas noch besser machen könnte), kann nicht entspannen und schon gar nicht seine Erfolge und Leistungen würdigen.

Da der Perfektionist selten seinen eigenen hohen Ansprüchen gerecht wird, weil er nur das sieht, was er hätte besser machen können, und er sich deshalb oft selbst für seine Unvollkommenheit hart kritisiert und verurteilt, steht er unter permanentem Stress.

Und so verwundert es nicht, dass dieser übertriebene Ehrgeiz zu vielen körperlichen und seelischen Erkrankungen führen kann.

Schauen wir uns an, was Perfektionismus ist, welche Folgen er für uns hat und wie man lernen kann, weniger verbissen und perfektionistisch zu sein, ohne gleich ins Mittelmaß abzurutschen.

Perfektionismus äußert sich in unserem Denken.

Beispielsweise haben wir Leitsätze wie:

„Ich muss immer alles richtig machen. Wenn ich etwas nicht schaffe, dann bin ich ein Versager.

Ich muss immer perfekt und kompetent sein. Ich muss immer alles 100%-ig machen. Nur dann kann ich mich annehmen.

Ich muss perfekt sein, sonst lehnen andere mich ab oder halten mich für einen Versager.

Alles, was ich tue, muss perfekt sein.

Andere dürfen keine Fehler machen, sonst sind sie Versager.

Es ist eine unverzeihlich und schlimm, wenn mir etwas misslingt.

Nur wenn ich perfekt bin, verdiene ich Anerkennung und Liebe.

Entweder mache ich etwas perfekt oder gar nicht.“

Als Perfektionisten ist unsere Aufmerksamkeit darauf gerichtet, Fehler und Schwächen bei uns und anderen besonders gut zu erkennen.

Perfektionisten nehmen Fehler zum Anlass, sich zu verurteilen. Selbst wenn sie etwas 100%-ig machen, können sich Perfektionisten nur selten freuen. Sie hätten es ja vielleicht noch besser machen können!

Wir setzen uns damit unter Druck und dulden keine mildernden Umstände. Wir sind sehr rigide und können nicht abgeben.

Perfektionismus hat Auswirkungen auf unseren Körper

Unser Streben nach Perfektion führt zu körperlicher Anspannung und innerer Unruhe. Im Grunde bringen wir uns in einen permanenten Stresszustand und können alle damit verbundenen Stresssymptome verspüren.

Perfektionismus hat Auswirkungen auf unsere Gefühle

Wir haben ständig Angst vor Fehlern, Angst zu versagen, Angst vor Ablehnung und Angst vor Erfolg. Wir sind frustriert oder deprimiert, wenn wir nicht das Optimum unserer Ziele erreichen. Wir sind nicht mit dem zufrieden, was wir erreicht haben. Wir ärgern uns maßlos über unsere Fehler und Unvollkommenheit.

Langfristige negative Folgen des Perfektionismus

Die Forderung nach Perfektion ist ein Anspruch, den wir nicht erfüllen können. Es mag uns vielleicht gelingen, in einem Bereich zu einem bestimmten Zeitpunkt perfekt zu handeln, aber in allen Bereichen und zu jedem Zeitpunkt ist dies unmöglich. Das übersteigt unsere menschlichen Fähigkeiten.

Wenn wir also in allem Perfektion von uns fordern und wir unsere Selbstachtung davon abhängig machen, wie perfekt wir etwas erledigen, haben wir ein Problem.

Wir riskieren,

  • uns minderwertig zu fühlen, wenn wir Fehler machen oder Schwäche zeigen.
  • uns für Fehler und Schwächen zu schämen und zu verurteilen.
  • starr und unflexibel zu sein.
  • zu Suchtmitteln zu greifen, um negative Gefühle, die Misserfolg und Versagen begleiten, zu betäuben.
  • unter einem enormen Erfolgsdruck zu stehen und uns zu überfordern.
  • auf Dauer psychisch und physisch erschöpft zu sein und laufen Gefahr, an Burnout, Tinnitus, Schlafstörungen,  Essstörungen, Angststörungen, Kopfschmerzen, Zwängen oder Depressionen zu erkranken.
  • uns kaum über Erfolge freuen zu können, da wir ja vielleicht unsere Leistung noch hätten steigern können, wenn wir uns noch mehr angestrengt hätten.

Was geschieht bei Perfektionismus in unserem Gehirn?

Es gibt im Mandelkern (der so heißt, weil dieser Gehirnteil wirklich wie eine Mandel aussieht – siehe Lektion 1) zwei verschiedene Schaltkreise: Der eine sorgt dafür, dass bestimmte Ereignisse mit Angst verknüpft werden, der andere entkoppelt dieses Ereignis wieder von Angst, nämlich dann, wenn wir das gleiche Ereignis mehrmals erleben – aber ohne bedrohliche Auswirkungen.

Merken wir uns also: Angst entsteht sofort, bei der ersten Bedrohung. Diese Angst wieder zu verlernen, dafür braucht es mehrfach positive Wiederholungen – das ist auch klar, denn Dein Gehirn, besonders die Mandelkerne, wollen Dein Leben schützen.

Natürlich lernen sie sofort alles über bedrohliche Situationen und löschen diese nur langsam, denn eine gesunde, rasche und angemessene Reaktion auf Gefahr ist für die Mandelkerne nun mal wichtiger als die Fähigkeit, entspannt spazieren zu gehen. Flucht, sich tot stellen oder Angriff sind lebensrettender als Mitgefühl, zumindest galt das in der Zeit, als unser Gehirn entstand.

Wissenschaftler nennen diese Schaltkreise Angst- bzw. Löschneuronen. Frei von Angst zu werden, lernen wir also im wahrsten Sinne des Wortes über bewusst erlebte positive Erfahrungen. Später werden wir uns anschauen, wie wir uns selbst diese positiven Erfahrungen ermöglichen können.

Aber wir verstehen schon jetzt: Jedes Mal, wenn Du Deiner Kontroll- und Perfektionssucht nachgibst, programmierst Du Dich immer wieder neu auf Strafe bei Nichtgefallen, denn Du gibst der Angst Raum und bestätigst sie. Damit verstärkt sich die Eiweißbindung (Peptidkette), welche entsprechende Informationen an Deine hormonbildenden Drüsen schickt, und Du reagierst beim nächsten Mal mit noch mehr Angst, Erstarrung und Vermeidung, verspannst Dich immer weiter.

Der älteste Teil unseres Gehirns ist das so genannte Reptiliengehirn. Dieser Hirnteil ist emotionslos und sorgt für unser Überleben, schickt uns kompromisslos in den Wettbewerb und sorgt dafür, dass wir uns ohne Umschweife verteidigen, tot stellen oder angreifen.

Wundern wir uns manchmal, warum es Menschen gibt, die ohne jede menschliche Regung für ihr eigenes Wohl sorgen und dabei „über Leichen gehen“? Nun, das können wir alle, wir brauchen nur unser Reptiliengehirn einzuschalten. Erst das danach entstandene Säugetiergehirn gibt uns die Fähigkeit, Emotionen, soziales Verhalten und Fürsorge zu erleben. Da die Anlagen des Reptiliengehirns aber auch bei uns vorhanden sind, schwanken unsere Handlungsimpulse ständig zwischen den Polen Wettbewerb und Fürsorge, Angriff und Unterstützung, dem Recht des Stärkeren und der mitfühlenden Sorge für Schwächere.

Und dann gibt es da noch die Stirnlappen, den Neocortex. Sie erlauben uns, komplexe Dinge wie Sprache, Musik, verfeinerte motorische Fähigkeiten, Voraussicht und abstrakte Ideen zu entwickeln. Hier finden wir vor allem unser Bewusstsein, unsere Fähigkeit, über uns selbst nachzudenken, die Dinge von verschiedenen Seiten zu betrachten und sie unabhängig von uns selbst zu sehen.

Im Vorderhirn bist Du in der Lage, auch die andere Seite der Medaille zu betrachten und aus Deiner sehr persönlichen, Dich betreffenden Sicht der Dinge das größere Ganze zu überschauen. Wenn Goethe durch seinen Faust erklären lässt, er wolle wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält, dann kann er das nur über den Neocortex erfahren. Die Stirnlappen denken zu hundert Prozent kooperativ und bilden somit einen vollkommenen Gegenpol zum Reptilienhirn – das weiß die Hirnforschung. So viel zum Thema Verstand und Angst!

Doris Day

Raus aus der Perfektionismus-Falle!!!

Und zwar so schnell wie möglich mit dieser simplen Einsteigerübung: Erinnere Dich an Deine Zeit als Teenager oder Twen. Bist Du nicht einfach mal einen Tag komplett im Bett oder auf dem Sofa versumpft, hast „verwahrlost“ in den Tag hineingelebt? Mit einem Buch oder viel zu viel Fernsehen? War es Dir damals nicht total egal, ob sich die Wäsche türmte, das dreckige Geschirr langsam ein Eigenleben entwickelte oder Belege für die Steuer abgeheftet werden wollten? Wann hat das aufgehört?

Zwinge Dich zu einem Tag des NICHT-MÜSSEN-MÜSSENS! Blende alles Unerledigte inklusive Schuldgefühlen aus und schau mal, wie Du Dich damit fühlst. Wiederhole diese Übung regelmäßig, bis Du gelernt hast, diesen Zustand aus vollem Herzen zu genießen.

Um ein glückliches und gesundes Leben führen zu können, musst Du Dir selbst auch mal gut genug sein, und zwar so richtig unperfekt.

Wie das geht und wie Du den Fluch aufheben kannst, erfährst Du im Happiness-SeminarRaus aus der Perfektionismus-Falle“. Dieser Kurs zeigt Dir einen Weg aus der Sucht nach Perfektion und Selbstkritik zu mehr Selbstliebe, Gelassenheit, innerem Frieden und Glück!

Ziel des Kurses
$ 120per month
… ist, der Perfektionismusfalle zu entkommen
Du bekommst ...
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10 Video-Lektionen & Übungen, plus ausführlicher Erklärungen
Was kostet es ?
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Dieser Kurs kostet € 39,00
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Und damit sind wir auch schon beim nächsten Thema.

Ab jetzt geht’s ans Eingemachte

Unser Perfektionismus, unsere Gefühle, unsere Art und Weise, mit Situationen in unserem Leben umzugehen, hängen in der Regel mit unserer Kindheit und unserem inneren Kind zusammen. Mit den Erfahrungen und Erkenntnissen, die wir in unseren Kindertagen gesammelt und abgespeichert haben. Lernten wir beispielsweise, dass wir egal, was wir auch taten, wie wir uns verhielten, nicht genug waren, können diese alten Glaubenssätze dazu geführt haben, das wir heute ein „verfluchter“ Perfektionist sind oder aber unsere zwischenmenschlichen Beziehungen uns nicht erfüllen, wir uns ungeliebt fühlen. In Lektion 5 des Schnupperkurses geht es also um Dein inneres Kind. Bis gleich!

 

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