Home In eigener Sache Der Schauspieler Nicolai Tegeler über Glück

Der Schauspieler Nicolai Tegeler über Glück

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Nicolai Tegeler (* 1978) wuchs in Berlin auf. Er entstammt einer Schauspielerfamilie, seine Mutter ist die Mimin Melitta Tegeler, der Großvater war der Schauspieler Ludwig F. Kerscher. Im Alter von 15 Jahren schloß er sich einer Off-Theatergruppe an. Sein erster TV-Dreh war eine Episodenhauptrolle für die ARD in Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen. Nach einem Aufenthalt in New York absolvierte er von 2000 – 2003 seine Schauspielausbildung an der Fritz-Kirchoff-Schule in Berlin, die er mit der Bühnenreife beendete. Seither ist Nicolai Tegeler in zahlreichen Fernseh-,Film-. Werbe- und Bühnenrollen zu sehen.

University of Happiness
Herr Tegeler, oder besser Nicolai, wir duzen uns ja, – was bedeutet eigentlich Glück für Dich?

Nicolai Tegeler
Glück bedeutet für mich, mit mir selbst und meinem Umfeld in Zufriedenheit, in Harmonie zu leben – und immer wieder versuchen Offen zu sein. Morgens voller Neugierde aufzustehen und zu sehen was passiert. Und irgend etwas passiert bekanntlich immer.

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Würdest Du Dich als glücklich bezeichnen?

Nicolai Tegeler
Ja, durchaus. Ich bin ganz selten mal schlecht drauf. Und selbst wenn ich mal schlecht drauf bin, dann ist das auch gut… Hauptsache man „lebt“ diesen Moment… wie schön ist es dann wieder gut drauf zu sein (lacht)

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War das schon immer so?

Nicolai Tegeler
Ja, eigentlich war ich immer ein Optimist und eher jemand, der das Schöne auf der Welt, im Leben, in anderen Menschen gesehen hat. Ich finde das Leben echt spannend. Das heißt nicht, das bei mir immer alles reibungslos läuft – ganz im Gegenteil. Bei mir ist oft  auch ziemlich chaotisch. Aber doch, ich war immer ein Optimist.

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Im Vorgespräch hast Du mir erzählt, daß sich das plötzlich geändert hat. Was genau ist damals passiert?

Nicolai Tegeler
Ich hatte plötzlich, nachdem ich ein paar mal in verschiedenen Produktionen im TV gespielt habe über vier Jahre lang einen Stalker, der mir überall auflauerte und mich bedrohte. Das empfand ich ausgesprochen beunruhigend, das hat mir teilweise echt Angst gemacht. Ich traute mich zeitweise nicht alleine in meine Wohnung und verlor meine innere Ruhe und ein Teil meines Urvertrauens. Dieses Gefühl der Angst kannte ich zuvor nicht. Das ist jetzt, Gott sei Dank, vorbei. Doch dadurch, daß ich dieses Gefühl jetzt kenne, versucht es natürlich zwischendurch auch immer wieder aufzutauchen. So ist das ja nun mal mit Gefühlen. Die vergessen nicht so leicht. (lacht)

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Und wie gehst Du dann damit um?

Nicolai Tegeler
Ich nehme den Gedanken, das Gefühl zur Kenntnis und gebe meinem Körper Entwarnung. Das es gerade keine Gefahr gibt und wir uns entspannen können. Dann konzentriere ich mich wieder auf die Gedanken und Ereignisse, die für mich und mein Leben positiv sind. Diese negativen Gefühle dauern in der Regel ja eh nur ein paar Augenblicke!

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Hast Du etwas aus der Situation für Dich gelernt?

Nicolai Tegeler
Oh ja, ganz viel. Für mich sind Freiheit, Glück, Gesundheit und vor allem Freunde nicht mehr selbstverständlich. Ich bin dankbarer und eigentlich fröhlicher und ausgeglichener geworden. Jeder von uns hat Zeiten im Leben, die von Tiefen geprägt sind, so ist das Leben nun einmal – aber ich denke, es ist wichtig, wie man damit umgeht. Ob man sich von Selbstmitleid und Angst leiten läßt, oder versucht irgendwie weiterzumachen und langsam wieder Licht am Ende des Tunnels sieht.

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Wann warst Du das letzte Mal glücklich?

Nicolai Tegeler
Gestern, als ich ein echt schönen Spielfilm sah.

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Hast Du  einen Tipp, wie man sich einen Glücksmoment erschaffen kann?

Nicolai Tegeler
Atmen und öfter mal dankbar sein, das man so lebt, wie am lebt – gesund ist. Den Moment genießen und sich bewußt machen, dass es immer mehrere Perspektiven gibt, um auf eine Sache, eine Situation oder einen „guten“ oder „nicht so guten Moment“ zu schauen. Auch wenn sich dass jetzt hier vielleicht total oberflächlich anhört. Mal mehr auf die „kleinen Dinge“ achten. Und handeln. Ich glaube Menschen die mehr handeln, als nur zu reden oder nur zu denken, sind glücklicher und zufriedener.

University of Happiness
Warum hast Du Dich bereit erklärt, uns ein Interview zu geben?

Nicolai Tegeler
Weil ich Euch klasse finde. Ich habe Eure Uni schon mal einer Freundin empfohlen, die sehr unter der Trennung von ihrem Mann litt. Sie erzählte mir anschließend, daß ihr es echt geholfen hat. Das fand ich cool.

University of Happiness
Oh, das freut mich sehr. Die Zeit rast, deshalb müssen wir jetzt Schluß machen- Vielen Dank für das Gespräch und das Du Dir die Zeit dafür genommen hast. Wir wünschen Dir natürlich weiterhin viel Glück in Deinem Leben und hoffen sehr, daß Du andere Menschen damit ansteckst!

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