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In was für einer Welt leben wir eigentlich? Und muss das so bleiben?
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In was für einer Welt leben wir eigentlich? Und muss das so bleiben?

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© VioricaIonescu by istock photo

von Simone Debour

Gute Vorsätze: Wie können wir uns mehr sozial engagieren

Gibt es eigentlich irgendjemanden, der im Verlauf des letzten Jahres nicht das starke, das drängende Bedürfnis verspürt hat, etwas zu tun? Irgendetwas?

Es gab Momente, da schien es, als krachte die Welt ein bisschen um uns herum ein. Mit jeder Nachricht aus Syrien. Jedem Terroranschlag. Aber auch mit dem Brexit, dem Erstarken der AfD, der – immer noch – so surreal wirkenden Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten.

In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Viele dieser Nachrichten schienen plötzlich Gewissheiten außer Kraft zu setzen, die wir als selbstverständliche, zutiefst liebgewonnene Errungenschaften als gesetzt betrachtet hatten. Europa, zum Beispiel. Ein Grundverständnis darüber, dass Diskussionen gewaltfrei und ohne Beleidigungen auskommen sollten. Das Frauen kein Freiwild sind. Die Liste geht leider weiter.

So schockierend jede dieser einzelnen Ereignisse auch war, ein Gefühl hat die meisten von uns dennoch nicht verlassen: Es ist noch nicht zu spät. Es ist schon verdammt weit vorangeschritten, aber es ist noch nicht zu spät. Und in dem Moment, wo Demokratie wieder spürbar zu etwas wird, was – auch im Westen – nicht selbstverständlich ist, erwacht die Erkenntnis erneut, dass jetzt eben unsere Stunde geschlagen hat. Die Stunde derer, die diese Demokratie verteidigen wollen. Ganz egal, von welchem politischen Standpunkt aus. Was uns eint ist, dass wir jetzt die ja eigentlich so banale Erkenntnis am Schopfe packen wollen:

Demokratie lebt vom Mitmachen.

Also: Mitmachen! Was tun! Denn 2017 ist Wahljahr in Deutschland. Trump übernimmt die Macht in den USA. Es wird nicht einfach. Aber ohne uns wird es erst recht schwer.

Überall höre ich von Menschen, die mit anpacken wollen, die sich engagieren wollen. Aber die meisten von ihnen eint eben auch die Fragen: Aber wie denn? Was denn bloß? Wo werde ich gebraucht? Wo kann ich mich sinnvoll einbringen? Und wie kann ich das mit den Erfordernissen von Job und Familie unter einen Hut bringen?

Ich möchte an dieser Stelle niemandem eine bestimmte Organisation, einen Verein oder gar eine Partei nahelegen. Stattdessen möchte ich auf einige grundsätzliche Aspekte aufmerksam machen, die dabei helfen können, ein Engagement zu finde, das zu einem passt.

Zunächst sollte man sich fragen: Wem möchte ich helfen?

Möchte ich mit Kindern oder Jugendlichen arbeiten, mit älteren Menschen, Obdachlosen? Ausgehend von der Antwort sollte man sich erst einmal in der eigenen Nachbarschaft umgucken. Es gibt so viele Projekte um uns herum, die wir oft gar nicht wahrnehmen. Da kann das örtliche Bürgeramt weiterhelfen, eine Kirche, ein sozialer Träger oder eine schnelle Internet-Suche. Je problemloser wir unser Engagement ausüben können, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir dabei bleiben. Nähe zum Wohnort oder zum Arbeitsplatz ist dabei ein entscheidender Faktor.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Leidenschaft, die wir dafür aufbringen. Gibt es etwas, was uns schon lange begleitet, wenn auch nur unterschwellig? Etwas, was wir besonders gut können? Zuhören, kochen, lehren, basteln, etwas designen? Auch hier können wir ganz speziell schauen, wo unsere Fähigkeiten am dringendsten benötigt werden, ob als Nachhilfelehrer an einer Problemschule oder bei der Organisation eines Stadtteilfestes!

Schließlich sollten wir aber auch realistisch bleiben, was unseren zeitlichen Rahmen angeht. Und dabei keine Scheu haben, das auch konkret anzusprechen. In vielen Organisationen lassen sich flexible Möglichkeiten finden. Einfach fragen!

Hier ein paar Links, als erste Anlaufstelle, um bei der Suche hilfreich zu sein:

Linkliste des Innenministeriums

Aktion Mensch

Caritas

Amnesty International

Und: Soziales Engagement macht übrigens, wissenschaftlich nachgewiesen, glücklich! In diesem Sinne, lasst uns für Demokratie und soziale Werte kämpfen und dabei auch noch zufriedener und glücklicher werden!

 

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