Home Specials Ostern Karfreitag
Karfreitag
0

Karfreitag

0

iStock_000007552189_Medium

Der Karfreitag (althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘) ist der Freitag vor Ostern. Er folgt auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. Christen gedenken an diesem Tag des Kreuzestodes Jesu Christi.

Der Karfreitag wird auch „Stiller“ oder „Hoher Freitag“ genannt. In der katholischen Kirche ist er ein strenger Fast- und Abstinenztag. Unter Einbeziehung des Gründonnerstagabends ist der Karfreitag der erste Tag der österlichen Dreitagefeier (Triduum Sacrum oder Triduum paschale), die in ihrer Gesamtheit in allen christlichen Konfessionen das höchste Fest des Kirchenjahres darstellt und wie ein einziger Gottesdienst gefeiert wird.

Bedeutung im Christentum

Der Karfreitag ist im Zusammenhang mit Ostern für die Christen einer der höchsten Feiertage. An ihm gedenkt die Kirche des Todes Jesu Christi in Erwartung seiner Auferstehung. Nach ihrem Glauben litt und starb Jesus als „Gottesknecht“ und nahm im Kreuzestod freiwillig die Erbsünde und Schuld aller Menschen auf sich. Durch Tod und Auferstehung Jesu wird allen Menschen erst Sündenvergebung und damit Errettung aus dem Tod und ewiges Leben zuteil. Gleichzeitig betont die katholische Theologie zunehmend die Konsequenz seiner Gottessohnschaft, deren Botschaft von der Zuwendung des Schöpfergottes zu den Menschen nicht an Gewalt und Tod ihre Grenzen findet.

Das Karfreitagsgeschehen ist nicht isoliert zu betrachten, sondern steht in einer Reihe mit Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Nicht das Opfer Jesu soll damit allein das Große sein, sondern der Sieg über Hölle, Tod und Grab.

Was ist an diesem Tag passiert?

In der Nacht wird Jesus verhaftet, verhört und gefoltert. Die Schergen peitschen ihn aus und drücken ihm eine Dornenkrone auf den Kopf. Frühmorgens verurteilt ihn der römische Statthalter Pontius Pilatus zum Tode. Um 9 Uhr wird der Gottessohn ans Kreuz geschlagen, um 15 Uhr stirbt er. Getreue bestatten ihn in einem Felsengrab.

Wie wird gefeiert?

Für Katholiken ist es ein Bußtag, für evangelische Christen sogar einer der höchsten Feiertage des Jahres – deshalb ist es ein „stiller Feiertag“, an dem zum Beispiel Sportveranstaltungen (wie in Deutschland die Bundesliga) verboten sind. In vielen Kirchen beten Gläubige den Kreuzweg mit seinen 14 Stationen. Nachmittags folgt oft eine „Feier vom Leiden und Sterben Christi“; die Gläubigen knien einzeln vor dem Kreuz nieder. Glocken und Orgel schweigen. Es wird gefastet, in vielen Familien wird auf Fleisch verzichtet – es gibt Fisch.

Welche Bräuche gibt es?

In Bad Cannstatt, Fulda, Hamburg, Lohr am Main, München, Schwäbisch Gmünd und Wuppertal ziehen Prozessionen durch die Straßen, meist hinter einem großen Kruzifix, manchmal auch mit als Jesus und römische Legionäre verkleideten Gläubigen. Am Karfreitag gebackenes Brot gilt als heilig.

Karfreitag feiert man seit dem 2. Jahrhundert als Trauer-, Fasten- und Stilletag. In den ländlichen Gegenden durfte man nicht in das Wirtshaus gehen, es wurden nur die wichtigsten Arbeiten getan und die Kinder durften nicht laut und fröhlich spielen.

Das Karfreitagswasser, am fließenden Bach vor Sonnenaufgang gegen den Strom geschöpft, sollte eine ganz besondere Heilkraft besitzen – von geheilten Hautkrankheiten bis zu vertriebenen Sommersprossen kann man in alten Aufzeichnungen lesen! In manchen Gegenden ist das aber auch ein Ostersonntagsbrauch.

Karfreitag ißt man in vielen Familien Fisch. Der klassische Karfreitagsfisch war früher gesalzener Kabeljau (Laberdan), gesalzener und getrockneter Kabeljau, der Klippfisch oder der Stockfisch, ein an der Luft getrockneter Kabeljau.

Leckere Fischrezepte für Karfreitag sind zum Beispiel gebratener RotbarschSeelachs auf Blattspinat oder Fisch in Sauerampfer.

In England bäckt man zu diesem besonderen Tag die Karfreitagssemmeln.

Backen vor Ostern

Zu Ostern gehört natürlich auch leckeres Gebäck für die Kaffeetafel. Oft wird das Backwerk zu Ehren des hohen Feiertages in besonders schöne Formen gebracht, wie gebackene Nester, Kränze und Wickel. Aber auch saftige Rührkuchen in Form von Lämmchen und Osterhasen zieren zuweilen den österlichen Kaffeetisch. Das kommt besonders bei Kindern gut an!

Aus Griechenland kommt das Rezept vom Osterzuckerbrot. Wenn man dieses in Kranzform bäckt, gehören unbedingt rot gefärbte Eier in die Mitte.
Die Legende von den roten Eiern besagt, als die Mutter Maria von der Gefangennahme ihres Sohnes erfuhr, färbte sie gerade Eier und das in ihren Händen war ein rotes! Deshalb spielt z. B. das rote Ei bei den Osterfeierlichkeiten in manchen Ländern eine große Rolle!

PS. Du möchtest die Stille des Karfreitags bewußt genießen und vielleicht dazu meditieren? Viele schöne geführte Meditationen findest Du hier – viel Frieden dabei!

 

 

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on Google+Print this pageEmail this to someone

Falls Dir dieser Beitrag gefällt, freuen wir uns über Deine Unterstützung!


Dein Glücks-Newsletter

Unser kostenloser Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles rund ums Thema Glück.

Datenschutzrichtlinien