Home Glück - Tipps & Tricks, Beiträge und Reportagen rund um das wohl wichtigste Thema der Welt. Manche Menschen tun uns einfach nicht gut. Wir sollten uns von Ihnen fernhalten
Manche Menschen tun uns einfach nicht gut. Wir sollten uns von Ihnen fernhalten

Manche Menschen tun uns einfach nicht gut. Wir sollten uns von Ihnen fernhalten

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© jeffbergen by iStockphoto

von Gereon von Ehrenfeld 

Im Englischen gibt es für diese Sorte Mensch eine ganz spezielle Bezeichnung: “Toxic”, also “toxisch”, werden sie genannt. Gemeint sind Menschen, die einem nahestehen, mit denen man sich umgibt, die einem aber nicht gut tun. Die wirken wie schleichendes Gift.

Und ähnlich wie bei einem solchen Gift, merkt man auch im Umgang mit diesen Menschen zunächst nicht, wie sie einem schaden. Im Gegenteil, oftmals stehen sie uns ja aus gutem Grunde nah. Sie sind vielleicht enge Freunde, Bekannte oder Kollegen. Wir haben viel mit ihnen zu tun. Aber dieser Umgang tut uns nicht gut. Denn diese Menschen haben ein Persönlichkeitsprofil, das uns belastet. Uns Ressourcen nimmt – weil sie uns ausnutzen, ein schlechtes Gewissen verpassen oder Vorwürfe machen.

Es ist schwierig, von solch toxischen Menschen loszukommen – aber der erste Schritt ist, wie so oft, sich klarzumachen, wer uns nicht gut tut und wie wir diese Maschen erkennen können. Niemand zwingt uns, in einer toxischen Beziehung zu verhaften. Wir sollten sogar bewusst versuchen, uns zu lösen oder zumindest zu distanzieren. Denn toxische Menschen essen auf Dauer Seele auf.

Ein ganz typischer Vertreter der Toxiker ist der Schuldsucher. Das sind Menschen, die zwar mit einer großen Freundlichkeit ausgestattet sein können, aber die damit verdecken, dass sie auf der Entwicklungsstufe eines Kleinkindes hängengeblieben sind. Die Schuldsucher wollen nämlich, wie kleine Kinder, nie etwas gewesen sein. Wer mit einem Schuldsucher zusammenarbeitet, darf sich typischerweise auf tagelanges Beleidigt-Sein oder, schlimmstenfalls, Tobsuchtsanfälle einstellen. Der Schuldsucher hat einen so geringen Selbstwert, dass er ihn ständig über Schuldzuweisungen aufzuwerten versucht. Selber war er nie etwas schuld, es sind die anderen, der ausgestreckte Zeigefinger ist Programm. Und das ist nicht nur im Job anstrengend. Es macht einen auf Dauer fertig, mit so einem Menschen zu tun zu haben. Denn ganz ehrlich: Wer mit seinen Mitmenschen auskommen will, für den ist Schuld die wirklich irrelevanteste Kategorie.

Ähnlich gelagert verhält es sich mit den Opfern. Im Jugendslang ein Schimpfwort, ist es für diese Menschen aber eine Art die Welt zu sehen. Sie leiden. An allem. Egal, ob ihnen wirklich etwas schlimmes passiert, oder nicht. Es ist in jedem Fall das Allerschlimmste. Zugleich sind Menschen, die einen optimistischeren Ausblick auf das Leben haben in den Augen der Opfer unintellektuelle, brave Langeweiler. Halt Menschen, die die Tragik des Lebens noch nicht verstanden haben. Und obwohl das Opfer so gern leidet, lässt es auch gerne leiden. Mit Vergnügen spiegeln einem diese Menschen, dass sie uns nicht für voll nehmen können, weil wir selber nicht so leiden. Das ist nicht nur uninspiriert, es ist auch kindisch. Außerdem ziehen einem diese Menschen unglaublich viel Kraft, während man sie wieder und wieder versucht aufzupäppeln. Ja, diese Menschen sind oft interessant – haben auch einen besonderen Blick auf die Welt. Aber indem sie versuchen, unseren eigenen Blick zu trüben, sollten wir uns lieber fernhalten.

Wie von den Forderern. Fordernde Toxiker bringen sich gerne und viel in Freundschaften ein. Aber sie fordern eben auch viel. Und zwar aufgrund ihrer eigenen Regeln. Forderer bestimmen selber die Regeln, wie eine Freundschaft zu laufen hat und wenn man davon abweicht, sind sie beleidigt, machen Vorwürfe und einem ein dauerhaftes schlechtes Gewissen. Das wird man nicht los. Man muss sich emotional lösen und distanzieren. Sonst können einem diese Schuldgefühle die ganze Freundschaft zerstören.

Was alle Toxiker eint, ist ihre große Bedürftigkeit. Die leben sie nur leider oft in Bezug auf ihre Mitmenschen aus. Aber dafür müssen sie zunächst einmal jemanden finden, mit dem sie das machen können. Und hier kommt wieder die eigene Bewusstmachung ins Spiel. Wer Toxiker erkennt, der hat nämlich ihre schlimmste Gefahr schon mal gebannt.

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