Relatives oder absolutes Glück, Sinn oder Unsinn?

Relatives oder absolutes Glück, Sinn oder Unsinn?

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von Simone Debour

„Meine Familie, mein Haus, mein Auto, mein Mann, mein Hund, mein Pferd…“ – ach ja, die Yacht nicht zu vergessen. Glaubt man der Werbung, ist sowieso klar, was ein glückliches Leben ausmacht. Auch die Glücksforschung liefert recht eindeutige Antworten: Einer Studie der US-Universität Princeton zufolge sinkt die Lebensqualität bei einem Einkommen unter 12.000 € im Jahr; „Ein geringes Einkommen verschärft den emotionalen Schmerz, der Unglücke wie Scheidung, Krankheit oder Einsamkeit begleitet“, schreiben die Ökonomen Angus Deaton sowie der Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2002, Daniel Kahnemann, in der Studie.

Jedoch ab etwa 50.000 € macht uns mehr Geld auch nicht glücklicher. Neben Geld sind Freunde, Familie, gesicherte Verhältnisse und gesellschaftliche Teilhabe die wesentlichen Glücksfaktoren.

So weit, so gut. Diese alleine im Außen stattfindenden Glücksparameter liefern jedoch keine stabile Basis für ein glückliches Leben. Warum?

Relatives Glück lebt vom ständigen Vergleich mit anderen

Wer hat das schönere Auto, den besseren Job, mehr Einfluss, mehr Freunde, die perfekteren Kinder, den liebevolleren Mann, das neueste Kleid, das größte Haus. Relatives Glück macht abhängig, denn es ist immer nur außen zu finden. Umstände und Menschen müssen uns gewogen sein, damit wir es erreichen. Dadurch fühlen wir uns langfristig gehetzt, ferngesteuert, im Hamsterrad, erschöpft.

Relatives Glück ist nicht sicher

Was passiert, wenn einer unserer Glücksfaktoren plötzlich wegbricht? Wenn der Job gekündigt wird, der Partner uns verlässt, die Börse crasht? Denn es gibt kein Leben, zu dem Krisen und Verluste nicht unweigerlich dazugehören.

Relatives Glück hält nicht lange an

Ist der Glücksmoment auf den man so lange hingearbeitet hat, endlich erreicht, stellt man ernüchternd fest: „Wie, das soll’s schon gewesen sein? Die Freude am Erreichten währt kürzer als gedacht. Das Hamsterrad startet erneut.

Diese relativen Glücksmomente sollen in vollen Zügen genossen werden, jedoch im Bewusstsein ihrer Kurzlebigkeit. Wie ein Sahnehäubchen auf einem Kuchen. Doch was ist nun der Kuchen?

Das absolute Glück

Das absolute Glück meint eine Lebensweise, die unzerstörbar ist, krisenfest.

Absolutes Glück bedeutet innere Stärke

Das Bewusstsein, das dass eigene Leben stärker ist, als die momentane Herausforderung, das aktuelle Problem. Die Ressourcen für ein glückliches, ein zufriedenes Leben liegen in uns selbst und man kann sie in jeder Situation aktivieren.

Absolutes Glück führt zur ureigenen Lebensaufgabe

Herauszufinden, was einen wirklich glücklich macht und was man der Welt hinterlassen will. Allein schon das Wissen, auf der richtigen Spur zu sein, schafft anhaltendes Glück, trotz vorübergehender Niederlagen.

Absolutes Glück bedeutet Freiheit

Man kann um Hilfe bitten und sie annehmen. Aber der Experte für das eigene Leben bleibt man selbst.

Absolutes Glück macht weise

Man lernt zu unterscheiden, zwischen glücksbringenden und destruktiven Wünschen.

Absolutes Glück macht mutig

Durch die innere Stärke ist man in der Lage über die eigene Trägheit hinauszuwachsen und noch größere „Felder des Glücks“ zu bestellen, zum Beispiel für soziale Belange.

Absolutes Glück vereint

Wer glücklich ist, führt keine Kriege. Wer glücklich ist, grenzt andere nicht aus. Wer glücklich ist, vereint, anstatt zu entzweien.

Absolutes Glück ist bedingungslos – es braucht keine Voraussetzungen

Es schafft sich aus sich selbst heraus und verwandelt jede noch so krisenhafte Situation in etwas Neues, Wertvolles. Es produziert Hoffnung dort, wo noch keine ist.

Absolutes Glück verändert uns ständig

Das narzisstisch gekränkte Ego integriert sich in ein größeres, freieres Selbst, und schafft neue Möglichkeiten.

Das bedeutet:

Glück ohne Sinndimension, also relatives Glück, ist Unsinn.

Dieses absolute Glück, und den damit verbundenen Lebenssinn, zu finden, es beständig zu stärken und dadurch das beste Leben für sich selbst zu bestimmen, ist lernbar. Viel Spaß dabei!

Mehr dazu findest Du hier

 

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