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Alles Beziehungssache – Schnupperlektion

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Dies ist kein Seminar über Networking.

Dies ist ein Seminar über Dictyonomie.

Der Unterschied ist nicht nur, dass man Dictyonomie schwerer aussprechen kann.

Der Unterschied ist, dass die Kunst der Dictyonomie langfristiger, nachhaltiger, ehrlicher und würdiger ist als Networking.

Heute versteht man unter „Networking“ die sehr amerikanische Methode, möglichst schnell möglichst viele Kontakte aufzubauen.

Die social media Welle hat diese Denkkultur noch intensiviert: Ein Klick und eine Freundschaft ist besiegelt.

Leider ist damit auch ein sehr oberflächlicher, unverbindlicher Stil in unsere Beziehungen eingezogen, die die Anspruchsvolleren unter uns unzufrieden macht.

Der sinnvolle Aufbau von echten, funktionierenden Beziehungsnetzwerken ist definitv keine britische oder amerikanische Erfindung.

Die großen Beispiele wirklich erfolgreicher Netzwerke sind immer noch legendäre Strukturen wie die deutsche Hanse, die über knapp 500 Jahre ein mächtiges Wirtschaftsnetzwerk war oder die europaweiten Beziehungsgeflechte der antiken griechischen Städte, die ohne zentralen Herrscher oder stehendes Heer ein unschlagbares Netz gesponnen hatten, das ebenfalls ein halbes Jahrtausend hielt.

Echtes „Networking“ ist eine tief europäische Kunst.

Deshalb bevorzuge ich auch das griechische Wort „dictyo“, das Netz, um wirkliche Netzwerkarbeit zu definieren.

Im Grunde geht es natürlich immer um dieselbe Sache: Kontakte zu und zwischen Menschen aufzubauen und zu pflegen.

Das wollen im Moment ja alle.

Auch Du, sonst würdest Du diesen Kurs nicht besuchen.

Aber hast Du Dir schon einmal überlegt, wozu Du das überhaupt willst?

Ziele

Ich gehe davon aus, dass Du Dich gerade in einer Übergangsphase befindest: Neuer Job, neue Firma, Unzufriedenheit mit Deiner bisherigen Situation, Wunsch nach mehr, Ausbildung beendet, drohende Änderungen oder einfach nur generelle Lebenskrise – das sind die Situationen, in denen Menschen beginnen, Seminare über Netzwerke zu machen.

Denn neue Beziehungen suchen wir nur, wenn wir mit unseren bisherigen nicht zufrieden sind.

Bevor Du beginnst, irgendwelche Kontakte aufzubauen, aufzuwärmen oder zu intensivieren, solltest Du genau wissen, was Du eigentlich willst.

Ist Dein Ziel, in den nächsten Jahren eine Strandbar auf Antigua zu eröffnen, willst Du einen Karrieresprung machen, suchst Du für Deine Firma nach Aufträgen oder geht es Dir um die Erweiterung Deines privaten Bekanntenkreises?

Bevor Du über Dein „Networking“ nachdenkst, sei ganz ehrlich zu Dir selbst und mach Dir klar, was Du eigentlich genau mit der Hilfe von guten Beziehungen erreichen willst.

Dann überlege Dir, in welchem Zeitraum Du das erreichen willst, wie eilig Du es hast.

Die gute Nachricht: Deine Ziele wirst Du wahrscheinlich erreichen können.

Die schlechte Nachricht: es wird alles viel länger dauern.

Denn Beziehungsaufbau ist keine Jagd, sondern Landwirtschaft.

Und ein Netzwerk macht auch nicht automatisch alles einfacher.

Wozu der Aufwand?

Hoffnungen

Wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, wollen wir Kontakte zu Menschen, weil wir uns Hilfe für unsere Pläne, Projekte oder Probleme erhoffen.

Wir wollen, dass alles auf einmal einfacher für uns läuft.

Wir hoffen, dass uns jemand bei unseren Zielen unterstützt.

Einfach nur, weil er uns kennt.

Wir akzeptieren damit gleichzeitig, dass uns niemand unterstützt, ohne dass er uns kennt.

Also sind wir bereit, Zeit zu investieren, damit man uns kennen lernen kann.

Das persönliche „Miteinander-bekannt-sein“ scheint immer noch große Relevanz zu haben. Sonst könnten wir ja einfach eine E-Mail an wildfremde Leute schicken, unsere Pläne und Ziele schildern und um Unterstützung bitten.

Na gut, das haben wir schon probiert (über Xing, Facebook oder LinkedIn), es hat nicht besonders gut funktioniert, also haben wir verstanden, dass am realen live-Kontakt offensichtlich kein Weg vorbei geht.

Folglich sind wir bereit, uns mit Menschen zu treffen, weil wir glauben, dass wir mit einem persönlichen Netzwerk, in dem man uns kennt, weiter kommen.

Ist das so?

Was erhoffen wir uns da eigentlich?

Was ist eine belastbare Beziehung eigentlich wert?

Was kann ich von Dir erwarten, wenn wir eine „gute Beziehung“ miteinander haben? Was darf ich nicht erwarten?

Wenn wir uns gut kennen, heißt das, dass ich Dir Aufträge, Jobs und Vorteile verschaffe? Dass ich Dich vor anderen bevorzuge?

In Süditalien oder Bulgarien ist das so.

In besser strukturierten Gesellschaften ist es nicht ganz so einfach.

Ich habe in den letzten 20 Jahren sehr viele Menschen gefragt, was Beziehungen nutzen, bzw. wozu sie nicht nützlich sind.

Die beste Antwort hat mir Gerald Uhlig, der Inhaber des legendären Berliner Café Einstein in einem Gespräch gegeben:

Es gibt nur beruflichen Aufstieg, wenn ich von Anfang an in einem gewissen Verbund bin – in einem Netzwerk, das mir die Möglichkeit gibt, für mich profitable Connections aufzubauen. Menschen reagieren in erster Linie auf Wiedererkennung, Fremdes macht immer Angst. Das bedeutet: wenn ich einen Freund habe, der Leiter in einer Klinik ist und meine Tochter Medizin studiert, dann wird meine Tochter bessere Berufschancen in der Medizin haben als die Tochter, deren Vater keine Führungskraft in der Branche kennt. Denn mein Freund hat meine Tochter von klein auf kennen gelernt, freut sich, sie wiederzusehen, gibt ihr Vertrauensvorschuss, stellt ihr gerne Kontakte her, gibt ihr Tipps und empfiehlt sie vielleicht sogar weiter. Wenn mich keiner kennt, gehen auch keine Türen auf. So funktioniert eben unser Leben.

 

Nicht mehr und nicht weniger bringen Dir Beziehungen: Dass Menschen, die Dir helfen können, vorwärts zu kommen, keine Angst haben, Dir zu helfen.

Von einer guten Beziehung kannst Du nur drei Dinge erwarten:

1. Einen Gefälligkeits-Dispo

Jemand erweist Dir eine Gefälligkeit, ohne, dass er/sie direkt etwas davon hat. Das heißt nicht, dass Du die Gefälligkeit nie zurückzahlen musst, sondern, dass Dir erst mal ein großer Dispo eingeräumt wird – ohne Zinsen. Netzwerke sind also so etwas wie ein großer Fonds von Investoren, die bereit sind, in Dich zu investieren. Du musst jedoch zeigen, dass Du die Investition wert bist. Niemand hilft jemandem ein zweites Mal, der den Vertrauensvorschuss nicht wert war.

2. Dein persönliches TÜV-Siegel

In Beziehungsnetzen geht man davon aus, dass der jeweilige Partner integer ist. Man verzichtet auf Überprüfung, weil man einen Vertrauensvorschuss gibt. Und es gilt das Prinzip, dass Dein Freund auch mein Freund ist. So funktionierte übrigens auch die vorhin erwähnte Hanse: alles lief über persönliche Empfehlungen und Bürgschaften.

Du bekommst quasi Dein ganz persönliches TÜV-Siegel, was die Dinge für Dich einfacher macht, Türen öffnet und Verwaltungsaufwand enorm reduziert.

3. Deine Nachrichtenagentur

Du erfährst von Dingen schneller, die wichtig für Dich sein können. Ausserdem erhältst Du Informationen, die andere nicht bekommen. Menschen denken an Dich, wenn Sie etwas hören, was Dich interessieren könnte und informieren Dich. Eine gute Beziehung zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass man aneinander denkt und gemeinsame Augen und Ohren hat. Quasi wie ein gemeinsamer Geheimdienst. Oder, weniger martialisch: eine Netzwerk-Nachrichtenagentur.

Grenzen

Was Du nicht von einer Beziehung erwarten kannst, ist, dass jemand Dinge für Dich tut, die ihm schaden, ihn zu viel Zeit oder Aufwand kosten oder dass er gegen seine oder allgemeine Moralvorstellungen handelt. Auch darfst Du nicht erwarten, dass Dir geholfen wird, Du einen Job / Auftrag bekommst o.ä., obwohl Du eigentlich nicht gut genug bist. Das passiert zwar (vor allem in der Politik), endet aber oft in Krisen und Skandalen. Gehe nicht davon aus, dass jemand für Dich gegen seine Interessen handelt, nur, weil Ihr eine Beziehung habt.

Das gibt es nur im Film oder wenn jemand hoffnungslos in Dich verliebt ist.

Wladimir Malakhov, der international erfolgreiche Balletttänzer und Intendant, hat mir einmal gesagt:

Zunächst einmal brauchst du ein Talent für das, was du da tun willst. Ohne Talent kommst du nicht weit. Und nutze deinen Verstand! Du musst denken können, nicht nur Talent haben oder gut aussehen.

Beziehungen sind Türöffner, mehr nicht. Aber offene Türen sind ja schon mal etwas.

Wir suchen also belastbare Beziehungen, die unser Leben leichter machen, indem sie uns Türen öffnen und Informationen zuführen.

„Networking“ ist nichts anderes, als der systematische Aufbau und die Pflege dieser Beziehungen.

Doch was ist eigentlich eine Beziehung?

Und was unterscheidet eine belastbare Beziehung von einem lockeren Kontakt?

Dies und noch wesentlich mehr erfährst Du in dem Kurs Alles Beziehungssache! Viel Spaß dabei!

Jetzt den Kurs „Alles Beziehungssache“ belegen

 

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