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Aphrodites Apfel – Schnupperlektion

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Lektion 9/Teil 1

Bist Du eine Märchenprinzessin oder stehst Du zu Deiner inneren Frau?

Die Märchenprinzessin

Die Märchenprinzessin hütet all die Träume und Sehnsüchte, die wir uns aus Büchern, Filmen, Erziehung, Glaubenssätzen eingefangen haben. Sie träumt vom rettenden Prinzen auf dem weißen Pferd und ist so romantisch, dass sie hinter jeder Gemeinsamkeit Seelenpartnerschaft, hinter jedem Hormonschub wahre Liebe vermutet und erhofft.

Die Märchenprinzessin kann ein sehr starkes Feld aufbauen und sie ist sehr überzeugend – besonders, wenn du dich mit spirituellen Themen beschäftigst. Sie verdeckt den grundlegenden Trennungsschmerz, dem du als Mensch ausgesetzt bist, weil du die Einheit mit allen Wesen und deiner seelischen Heimat nicht mehr spürst. Leider hindert dich ihr Traum daran, diese Einheit auf gesunde, vernünftige und kraftvolle Weise wieder herzustellen. Denn wie du ja weißt, wenn du einen Traum verwirklichen willst, musst du erst aus ihm erwachen… Solange du diesen Traum hütest und nicht bereit bist, dich dem Schmerz zu stellen, der dahinter liegt, kannst du nicht wirklich auf der Erde ankommen. Deine Erlösung als Mensch, als Frau aber liegt auf der Erde, in der auf die Erde gebrachten, bewussten und tatkräftig gelebten Liebe.

Woran erkennst du die Märchenprinzessin in Dir? Was unterscheidet sie von der liebevollen, romantischen, aber sehr realen inneren Frau?

Die Märchenprinzessin…

…hält auch die absurdesten äußeren Umstände immer noch für „spirituell geführt“ und setzt sich über alle vernünftigen und den anderen respektierenden Grundsätze hinweg. Sie hat zum Beispiel keine Probleme damit, einen Mann, der in einer festen Beziehung lebt, in ihr Bett zu holen, selbst wenn es drei Tage vor seiner Hochzeit ist – weil wahre Liebe sich ihrer Meinung nach nicht von äußeren Umständen beeinflussen lassen sollte und weil sie hofft.

Sie rechtfertigt auch rücksichtsloses und verletzendes Verhalten damit, dass sie innerlich geführt ist und dass ja jeder seine eigene Wahl trifft, auch der, den sie verletzt (zum Beispiel die Frau, deren Mann sie in ihrem Bett hat – und natürlich besonders sich selbst).

Die innere Frau…

… tut vielleicht genau das gleiche, aber sie macht sich nichts vor, sondern weiß, dass der Preis immens sein wird und dass sie ihn zahlen muss, ob ihr das gefällt oder nicht. Sie behält die Verantwortung für sich und ihre Entscheidungen und ist bereit, mit all dem zu leben, was ihre Entscheidung mit sich bringt – und dazu zu stehen.

Die Märchenprinzessin…

… lässt sich schlecht behandeln, weil „er noch nicht soweit ist“ und weil sie hofft und glaubt, dass ihre Liebe ihn heilen wird. Sie lässt sich ausnutzen und erlaubt, dass ein Mann ihr Asche, Versprechungen, Absichtserklärungen statt echtem Feuer, nämlich seine tatkräftige, sichtbare und offene Liebe zur Verfügung stellt. Sie versieht auch die demütigendsten Erfahrungen mit spirituellen Untertiteln und hofft. Sie interpretiert, anstatt zu sehen, was geschieht. Sie hat diese spirituell verklärte Aura und rechtfertigt sich vor sich selbst, indem sie glaubt, niemand würde sie verstehen, weil niemand so liebt wie sie. Sie liebt mit geschlossenen Augen, voller Hoffnung und lebt in der Hauptsache in ihren Vorstellungen von der Zukunft

Die innere Frau…

…lässt sich vielleicht auch schlecht behandeln, weil sie noch nicht loslassen kann. Aber sie macht sich nichts vor, sondern sieht klar und deutlich, was sie erlaubt. Sie trägt die Verantwortung dafür und sammelt Kräfte, um eines Tages ihren Weg auf gesündere Weise weiter zu gehen. Sie hofft nicht, sondern sie geht aktiv ihren Weg und sie kennt und überprüft ihre Handlungsgrundlage. Sie fühlt sich irdisch und bodenständig an, sie ist erreichbar und durchaus fähig, deutlich und offen zuzugeben, dass eventuell nicht alles stimmig ist. Sie liebt mit offenen Augen, voller Tatkraft und der Bereitschaft, in jedem Moment neu zu wählen – hier, jetzt und heute. Sie rechtfertigt sich nicht, sondern trägt Verantwortung.

Die Märchenprinzessin…

…hat sehr klare Vorstellungen darüber, wie eine ideale Beziehung aussieht, wie sie behandelt werden will und was „gar nicht geht“. Das sieht manchmal aus, als hätte sie sehr viel Selbstwertgefühl. Doch in Wahrheit ist sie rigide, lässt sich auf der einen Seite zuviel gefallen, auf der anderen Seite lässt sie sich von Äußerlichkeiten blenden und beeindrucken, – anstatt genau hinzuschauen – in jeder Hinsicht. Sie lässt sich abschrecken, wenn ihr eine Äußerlichkeit, sei es eine Lebensweise, ein finanzieller oder beruflicher Umstand, eine Krankheit oder eine Art, sich zu kleiden, nicht gefällt, anstatt zu schauen, welche Energien wirken und ob sie sich wohl fühlt. Gleichermaßen lässt sie sich blenden, wenn ihr bestimmte Umstände gefallen, dann schaut sie nicht mehr, was ihr Herz, besonders aber ihre unbestechliche innere Stimme tatsächlich sagt, sondern sieht sofort ihren Traum realisiert.

Sie ist sehr schnell bereit, ja oder nein zu sagen, prüft nicht, wählt nicht, sondern folgt ihrem ersten Impuls – ohne zu überprüfen, woher er kommt. Sie glaubt, er käme aus dem Herzen, doch meistens ist er ein Produkt ihrer Projektionen, Wünsche, Träume und Sehnsüchte.

Die innere Frau…

…spürt überprüft ihre Impulse. Sie lässt sich von einem echten, warmen Gefühl im Herzen leiten, kennt ihre Coabhängigkeiten, Sehnsüchte und Wünsche, nimmt sie ernst, lässt sie aber nicht zur Handlungsgrundlage werden. Sie ist mutig genug, auch ihren Verstand zu nutzen und sie traut sich, ihre Impulse zu überprüfen, auf die eventuell warnende innere Stimme zu hören und im Zweifel ihre innere Leere auszuhalten, statt sich selbst zu beschwichtigen. Immer, immer ist sie bereit, die volle Verantwortung für ihr Tun zu tragen.

Die Märchenprinzessin glaubt an die große Liebe, die alles heilt und gut macht. Sie glaubt, dass die große Liebe den Schmerz über die grundsätzliche Trennung löscht.

Die innere Frau weiß, dass gerade die größte Liebe größte Herausforderungen in sich birgt, den Schmerz aktiviert und ihn dadurch in die Heilung bringen kann.

Die Märchenprinzessin glaubt an Wunder und bezieht sie fest in ihre Lebensplanung mit ein. Sie braucht oft ein Wunder, weil der Weg, den sie gehen will, in Wahrheit eine Illusion ist – und oft genug erwacht sie für kurze Zeit enttäuscht und verletzt aus ihrem Traum. Sofort erschafft sie sich einen neuen Traum, um dem Schmerz nicht spüren zu müssen.

Die innere Frau hält Wunder für möglich, weiß aber, dass sie in der Regel ohne Wunder auskommen muss und ist bereit, den irdischen, langen Weg zu gehen, um zu erreichen, was sie erreichen will. Erreicht sie ihr Ziel nicht, trauert sie, hält den Schmerz aus, sucht sich Hilfe und überprüft ihren Weg, korrigiert ihn gegebenenfalls und ist bereit, sich dem, was ist, zu stellen.

Die Märchenprinzessin glaubt, wenn sie nur den Richtigen gefunden hat, ist alles gut.

Die innere Frau weiß, dass der Richtige derjenige ist, mit dem sie die Herausforderungen des Lebens meistern kann, weil auch er bereit ist, sich wirklich und wahrhaftig dem Leben, wie es ist, zu stellen.

Die Märchenprinzessin lebt von der Hoffnung und in ihren Gedanken und Vorstellungen. Ein Zeichen dafür ist, dass sie sehr viel Energiearbeit, schamanische Reisen oder andere spirituelle Techniken anwendet, um in Kontakt mit dem anderen zu kommen und um Dinge zu ändern – allein, ohne die physische Anwesenheit des anderen.

Die innere Frau lebt das, was wirklich sichtbar und ganz und gar irdisch da ist, hier und jetzt. Auch sie wendet vielleicht viele spirituelle und psychologische Techniken an – aber gemeinsam, in echtem, wahrem Kontakt mit dem Partner.

Und Vorsicht – die Märchenprinzessin kann auch als Bettelprinzessin daherkommen, nämlich dann, wenn sie glaubt, wertlos zu sein und wenn sie vergessen hat, dass ihre innere Frau eine Königin ist.

Soweit, so schwierig. Denn meistens reagieren wir aus beiden Anteilen heraus. Unterschätzen wir nicht, wie immens und zwingend die Sehnsucht nach einer erfüllten Liebesbeziehung, nach Einheit, nach der großen romantischen Liebe sein kann und wie sehr wir bereit sind, dafür einen sehr hohen Preis zu bezahlen.

Dennoch gibt es einen entscheidenden Hinweis darauf, ob du in der Hauptsache aus der inneren gesunden oder zumindest genesenden Frau oder aus der romantischen und vielleicht spirituell verklärten Märchenprinzessin heraus handelst – lebst du in Hoffnung auf Besserung und Veränderung oder bist du im Moment, jetzt, während du das liest, handlungsfähig?

Fühlst du dich im Vollbesitz deiner Kräfte oder wartest du darauf, dass etwas geschieht, damit alles endlich gut wird?

Jetzt den Kurs „Aphrodites Apfel – Die Kunst eine Frau zu sein“ belegen

 

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