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Veränderung ist das Beste, was uns passieren kann
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Veränderung ist das Beste, was uns passieren kann

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© Rohappy by istock photo

von Simone Debour

Seltsam eigentlich. Wir Menschen zeichnen uns ja als Spezies dadurch aus, dass wir mit Veränderung bislang immer recht gut zurechtgekommen sind. Wir können uns anpassen. Wir kommen immer irgendwie zurecht.

Und doch meiden wir die Veränderung. Schau Dich nur einmal in Deiner engeren Umgebung um. Da gibt es sehr wahrscheinlich niemanden, der so richtig Lust auf Veränderung hat. Der Dinge gerne auf den Kopf stellt, umkrempelt und das Steuer in eine andere Richtung reißt. Ob es nun um berufliche oder familiäre oder schlicht um einen neuen Weg zur Arbeit geht. Wir sind dann doch auch Gewohnheitstiere.

Dabei ist Veränderung gut. Veränderung ist mit das Beste, was uns passieren kann. Wir sollten daher nicht darauf warten, dass sie uns irgendwie passiert und wir uns anpassen müssen. Wir sollten sie ganz aktiv selbst betreiben. Denn Veränderung tut gut. Wir brauchen sie.

Du bist skeptisch? Kein Problem, hier gebe ich Dir drei gute Gründe für mehr Veränderung in Deinem Leben. Vielleicht bist Du ja dann ein bisschen überzeugt.

1.) Du erfährst, wer Du bist

Klingt erstmal seltsam? Mag sein, aber da ist was dran. Denk doch einfach mal an die letzte große Veränderung in Deinem Leben zurück. Der Umzug in eine neue Stadt, die Trennung von einem Liebsten, die Kündigung vom Job. Alles Situationen, die große Veränderungen mit sich bringen. Situationen, in denen man Bärenkräfte entwickeln muss, um sie seelisch, aber auch kräftemäßig stemmen zu können. Genau solche Situationen sind es aber, in denen wir uns selber richtig kennenlernen. Wir spüren plötzlich, was wirklich zählt und was wir zu leisten im Stande sind, oder eben auch nicht.

Wir kommen uns so nah, wie im Alltag oft nicht. Und dieses Wissen um unsere Kräfte stärkt uns auch für zukünftige Veränderungen. Wer Veränderungen hingehen scheut, der weiß gar nicht, was er alles zu leisten imstande ist.

Das ist kein Plädoyer für radikale Veränderungen. Und es soll schicksalhafte Erlebnisse auch nicht schön reden. Ich möchte lediglich zeigen, was für Potentiale die Veränderung bietet. Und sei sie noch so klein.

2)  Du verlässt Deine Comfort Zone

Schon wieder so ein trendiger Anglizismus, magst Du jetzt denken. Aber im Deutschen klingt es einfach nicht so überzeugend: Wohlfühlbereich. Der deutsche Begriff klingt zu sehr nach Kuschelecke, nach Platz am Kamin und Wollsocken. Das ist damit aber nicht gemeint. Es geht vielmehr um einen abstrakteren Zustand. Situationen, von denen wir glauben, sie unter Kontrolle zu haben. Situationen, in denen von uns nichts verlangt wird, das wir womöglich nicht einhalten können.

In der Comfort Zone lebt es sich also ganz bequem. Man folgt der selbst auferlegten Routine und kann immer ungefähr abschätzen, was passieren wird. Aber erst wenn wir die Comfort Zone verlassen, passieren Dinge, die uns weiterbringen. Denn nur außerhalb dieser Zone werden unsere Meinungen, unsere Denkweise und unsere Glaubenssätze auf die Probe gestellt.

Die US-amerikanische Autorin Alina Tugend schrieb dazu mal in der New York Times:

Sich ein wenig unwohl zu fühlen, kann uns helfen, Ziele zu erreichen von denen wir nie gedacht haben, dass wir sie erreichen könnten.

Dafür verantwortlich sind bestimmte psychologische Mechanismen. So konnten Wissenschaftler unter Beweis stellen, dass ein bisschen Angst uns dazu bringen kann, unsere beste Performance abzuliefern. Wer sich also aus der Comfort Zone begibt und sich selber herausfordert, der wird belohnt.

3) Du erlebst mehr

Veränderung ist gut, weil wir durch Veränderung neue Erlebnisse erfahren können. Wer immer nur auf den ausgetretenen Pfaden läuft, der verpasst Möglichkeiten, Menschen und Momente. Es wurde schon oft zitiert, aber auch an dieser Stelle möchte ich nochmal Bonni Ware erwähnen. Die Krankenschwester arbeitet auf einer Palliativstation. Und hat ihre Patienten gefragt, was sie rückblickend am meisten bereuen. Der Großteil ihrer Patienten bereute, nicht genug auf sich selbst gehört zu haben – Geld wichtiger als Erlebnisse eingeschätzt zu haben. Wer Veränderung scheut, der erlebt nichts neues mehr, denn der trägt Scheuklappen.

Nehmen wir die Scheuklappen ab, denn, egal wie: Das Leben ist zu kurz!

 

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