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So wird man vom Opfer zur Täterin!

So wird man vom Opfer zur Täterin!

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Hausarbeit
© iStock/sturti

Wenn die Familie ohne Mutter nicht zu laufen scheint, fühlen sich Mütter oft eingeengt. Eine Rückbesinnung auf sich selbst kann Wunder wirken.

Moni ärgert sich seit langem über ihren Mann und ihr Leben als Hausfrau. Er lässt alles liegen, räumt nichts auf, wenn er sich etwas zu essen gemacht hat, liegt das schmutzige Geschirr in der Spüle. Wenn er mal Freizeit hat, liegt er auf der Couch, statt mit den Kindern etwas zu unternehmen. Ihr Mann ist selbstständig, arbeitet viel und wenn er nach Hause kommt, „will er seine Ruhe haben“. Alles, was den Haushalt betrifft, ist Monis Sache. Bei den Kindern sieht es leider auch nicht viel anders aus. Sie sind daran gewöhnt, dass Mama alles richtet. Zimmer, Bad, Küche – da wird nur aufgeräumt, wenn die Mutter richtig laut wird.

Situationen, die jede Mutter kennt

Moni ist verzweifelt, der Haus- und vor allen Dingen Ehesegen hängt schon seit langer Zeit richtig schief. Sie ist absolut unzufrieden, unglücklich, fühlt sich als Putzfrau entwertet und ohne echte Aufgabe. Ihren Frust bekommen alle zu spüren, vor allem der Ehemann. Sie versucht eigentlich seit Jahren, ihn zu ändern. Sie versteht nicht, was daran so schwer ist, zu Hause mal mit anzupacken und sie etwas zu unterstützen. Sie macht doch alles! Ohne sie läuft nichts, so ihr Eindruck. Und da hat sie – zumindest in diesem Zustand – recht. Moni hat ihr System perfekt im Griff. Und wundert sich, dass trotz Schuldzuweisungen, Erklärungen, Wutausbrüchen, Gesprächen und Anweisungen wenig bis nichts passiert. Sie ändert aber an ihrer Haltung und Arbeit zu Hause auch nichts. Weiterhin springt sie in jede (Staub-)Lücke, die sich irgendwo auftut.

Hilfe hilft

Nach einem Coaching entscheidet sich Moni, wieder Teilzeit arbeiten zu gehen. Dieser Prozess ist schwierig für sie, denn sie fürchtet, dass dann zu Hause „alles schiefläuft“. Wer putzt dann und sorgt für Ordnung, wer geht einkaufen, wie sollen die Kinder von A nach B kommen…?

Sie will es schließlich trotzdem versuchen und beginnt wieder zu arbeiten. Die ersten Wochen passiert nicht viel, außer dass sie sich noch mehr abmüht, nun Arbeit UND Haushalt UND Kinder auf die Reihe zu bekommen. Irgendwann aber schafft sie schlichtweg ihr 100-Prozent-Pensum nicht mehr. Außerdem beginnt ihr die Arbeit immer mehr Spaß zu machen und sie bleibt länger. Sie geht auch abends nun ab und zu einmal weg mit Kolleginnen.

Und siehe da: Genau zu dem Zeitpunkt, wo Moni sich „bewegt“ und nicht mehr so präsent im eigenen Heim ist, beginnen sich die Dinge zu entwickeln, die sie jahrelang eingefordert hat. Die Kinder machen sich ab und zu selber ihr Essen, der Mann räumt plötzlich ohne Aufforderung den Geschirrspüler aus, als sie sonntags zum Brunchen geht, sind die Kinder mit dem Vater auf dem Fußballplatz. Es sieht zu Hause NICHT so aus wie zu Monis Hausfrauen-Zeiten, nein, aber das stört sie nun auch nicht mehr so, sie hat jetzt noch einige andere Prioritäten. Und die Familie funktioniert plötzlich besser als je zuvor geträumt.

Bei diesem Beispiel geht es nicht darum, zu bewerten, ob man als Frau und Mutter Hausfrau bleiben sollte, Teilzeit arbeiten geht oder Karriere macht. Und ja, man sollte seine eigenen Bedürfnisse klar gegenüber anderen formulieren und wie im genannten Beispiel auch einfordern. Nur – wenn es nicht gehört wird, macht es auch keinen Sinn, sich weiterhin am Einfordern abzuarbeiten!

Um ein glückliches, sinnhaftes und zufriedenes Leben zu führen ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen, sich klar darüber zu werden, dass man niemals versuchen sollte andere Menschen zu ändern. Die Prämisse lautet:

Ändern Sie das, was SIE ändern können.

Es kommt darauf an, selber zu agieren! Nur wenn Sie anfangen, die Dinge so zu gestalten, wie Sie das möchten, bewegt sich um Sie herum die Kavallerie! Weil Lücken, die sich auftun, automatisch innerhalb des Systems gefüllt werden.

Das Leben ist ungerecht, unfair und gemein

Egal, als wie ungerecht, unfair oder gemein Sie das Leben, bestimmte Situationen oder bestimmte Menschen empfinden: Nur Sie können für Ihr Leben das Drehbuch schreiben. Und nur Sie können in Ihrem Leben etwas aktiv verändern. Diese erste Erkenntnis zur Selbstbestimmung und Eigenverantwortung ist der erste Schritt zu einem glücklicheren Leben.

So wird aus einem jammernden Opfer eine selbstbestimmte Täterin!

Humorvolle Unterstützung bietet das Housewives Tarot.

Text: Dagmar Thiam/University of Happiness für Bild der Frau

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