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Woher kommt die Walpurgisnacht?

Woher kommt die Walpurgisnacht?

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Der Ursprung der Walpurgisfeier liegt weit in vorchristlicher Zeit und geht auf die germanischen Wurzeln zurück. Die Germanen des Harzes feierten an diesem Tag ein mit diversen Opfern einhergehendes Frühlingsfest als Freude über das Ende des Winters sowie Wotans (oberster germanischer Gott) Hochzeit. Außerdem sollten auch mit Masken, Schüssen und Feuer die bösen Geister vertrieben werden. Trotz der aufkommenden Christianisierung vor Rund 1000 Jahren ist die Walpurgisnacht auch heute noch als germanisches Fest zu sehen, auch wenn sich teilweise die Namen geändert haben.

Die Walpurgisnacht wird immer am Vorabend des Namensfestes der heiligen Walburga gefeiert. Die heilige Walburga war eine gelehrte Frau und Äbtissin eines Nonnenklosters, deren Leben eigentlich in keinem Zusammenhang mit Hexen und dem Teufel stand. Erst durch ihre Heiligsprechung an einem 1. Mai wurde eine Verbindung zur heutigen Walpurgisnacht hergestellt, denn durch zahlreiche Wundertaten, welche Walburga zugeschrieben werden, gilt sie auch heute noch als Schutzpatronin gegen böse Geister.

Der Sage nach versammeln sich zur Walpurgisnacht die Hexen auf dem Hexentanzplatz bei Thale, um von dort aus auf Besen, Mistgabeln u.ä. „Fluggeräten“ gemeinsam zum Brocken zu fliegen, wo das eigentliche Hexenfest stattfindet. Auf diesem tanzen angeblich alle Hexen in einem großen Kreis mit dem Rücken zueinander um das große Feuer herum. Anschließend lassen sie sich mit dem Teufel vermählen, worauf dieser die Hexen mit dem sogenannten „Hexenmal“ zeichnet und ihnen die Fähigkeit zur Zauberei gibt.

Eine wiederum andere Überlieferung spricht von der Beltane als „Walpurgisnacht„. Die Nacht der feiernden und opfernden Hexen ist voller überschäumender Lebensfreude und Erwartung: der Übergang vom Frühling zum Sommer wird ausgelassen gefeiert. In dieser Nacht werden Fruchtbarkeitsrituale abgehalten, der Familie und den Ahnen werden Gaben gebracht. Der Natur wird gedankt und auf eine neue Ernte dieses Jahres wird gehofft. Dafür werden Rituale vollzogen und Opfer gebracht. Beltane ist auch für die junge Hexen ein besonderer Tag, zur Walpurgisnacht bekommen junge Hexen die Hexenweihe.

Der Feiertag der Hexen hat sich gesellschaftlich etabliert: die Entsprechung findet der Tag im Maibaum und den damit zusammen hängenden Festlichkeiten wie dem Tanz in den Mai. Der Maibaum ist Heute Fruchtbarkeitssymbol und zugleich Symbol des Weltenbaums.

Für die richtige Stimmung sorgte in vergangenen Jahrhunderten die sogenannte  „Hexensalbe“. Diese bestand aus Zutaten wie Johanniskraut, Stechapfel, Tollkirsche, Schierling und anderen Nachtschattengewächsen. Vor ihrem Flug rieben die Hexen sich und ihr Fluggerät mit dieser Hexensalbe ein. Durch die verschiedenen enthaltenen Alkaloide bewirkte die Salbe einen starken Rauschzustand, welcher den Damen wohl das Gefühl des Fliegens vermittelte. Unter dem Einfluss dieses Rauschmittels kommen vermutlich die Erlebnisberichte von den Orgien mit dem Teufel zustande.

Dennoch ist die Walpurgisnacht eine Nacht voller Magie. Noch heute glauben viele Menschen an die magische Kraft dieser Nacht und die verstärkende Wirkung auf  verschiedenste Rituale.

 

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