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Warum wir anfangen sollten, unsere Kollegen zu lieben

Warum wir anfangen sollten, unsere Kollegen zu lieben

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Cooks at the kitchen
© Juanmonino by istock photo

Wenn es um unser Arbeitsumfeld geht, hört man eigentlich immer nur die gleichen Schlagworte: Effizienz, Innovation, Kreativität, Schnelligkeit. Alles recht leb- und lieblose Konzepte. Sie machen theoretisch viel Sinn, aber wieviel haben sie eigentlich mit den Menschen zu tun, die sie umsetzen wollen? Oder spielen die in Wahrheit keine so große Rolle?

Forscher der Wharton School an der University of Pennsylvania sind dem Ganzen nun mal auf den Grund gegangen. Genauer:

Stellen Sie sich mal zwei Mitarbeiter vor, die zusammen arbeiten. Und jeden Tag drücken sie gegenseitige Wertschätzung aus, kümmern sich um die Gefühle des anderen, zeigen Mitgefühl, wenn es nicht so gut läuft und unterstützen sich auch, wenn es mal um Privates geht.

In der Studie untersuchen die Forscher das Konzept der “teilnehmenden Liebe” (compassionate love) in einer Langzeit-Pflegeeinrichtung in den USA. Dabei stellten sie fest, dass je mehr diese “teilnehmende Liebe” gelebt wurde, desto weniger Burnout und Krankheitszeiten gab es.

Stattdessen: Mehr Teamwork, mehr Zufriedenheit und auch mehr Zufriedenheit auf Seiten der Patienten und der Familienangehörigen. Sicher, wissenschaftlich betrachtet, lässt sich hier noch nicht der Rückschluss ziehen, dass “mitfühlende Liebe” diese Aspekte hervorbringt. Aber es scheint zumindest klar zu sein, dass sie etwas miteinander zu tun haben.

Und so plädieren die Forscher auch für eine Änderung unserer Arbeitskultur. Insbesondere in Bezug auf Mitarbeiterführung:

Seit Jahrzehnten erklären Management-Forscher Führungskräften, dass sie sich um die kognitive Kultur in ihrem Unternehmen kümmern müssen. Aber Führungskräfte sollten sich genauso um die emotionale Kultur kümmern.

Überspitzt formuliert könnte man also sagen: Wir sollten anfangen, etwas mehr Liebe an den Arbeitsplatz zu bringen. Und dabei fangen wir am Besten bei unseren Kollegen an. Dabei geht es auch erstmal um Kleinigkeiten: Ein unterstützendes Zunicken kann Wunder wirken. Genauso wie eine verächtlich hochgezogene Augenbraue, verletzen kann.

Geburtstage feiern, sich trauen, persönlich zu werden, ein offenes Ohr für Sorgen auch in der Kaffeepause. Was klingt wie eine banale Aufzählung ist alles andere als banal. Es sind entscheidende Aspekte einer glücklichen Arbeitsumgebung. Und, wie die Untersuchung zeigen konnte, ein zufriedenes Arbeitsumfeld ist auch entscheidend für die Zufriedenheit der Patienten und – wenn man die Ergebnisse weiterfassen würde – der Kunden.

Effizienz und Innovation sind schön und gut. Aber wir sind immer noch Menschen, oder?

 

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