Home Presse Warum wir die Wörter „Danke“ und „Entschuldigung“ so oft verwechseln
Warum wir die Wörter „Danke“ und „Entschuldigung“ so oft verwechseln

Warum wir die Wörter „Danke“ und „Entschuldigung“ so oft verwechseln

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© Arthur Hidden by istock photo

Es ist etwas, das uns nur ganz selten auffällt. Dabei machen wir es fast jeden Tag: Wir verwechseln die Wörter “Danke” und “Entschuldigung”. Unternehmerin Simone Debour erklärt das Phänomen.

Ein paar Beispiele: Wenn uns jemand einen Gefallen tut, sagen wir häufig: “Tut mir leid, dass Du deswegen solche Unannehmlichkeiten hattest”. Statt: “Danke, dass du das für mich getan hast.” Oder wir sagen “Sorry, jetzt habe ich so lange geredet” statt “Danke, dass du mir so lange zugehört hast.”

Nun könnte man einwenden, dass der Unterschied in diesen Beispielen nicht wirklich groß ist. Die Person, bei der man sich entschuldigt hat, werde dies schon als “Dankeschön” verstanden haben. Aber dem ist nicht so. Die Wörter haben eine unterschiedliche Bedeutung. Und je öfter wir sie falsch verwenden, desto mehr verlieren sie diese Bedeutung.

Wer sich ständig für alles entschuldigt, dem wird eine echte Entschuldigung, wenn sie wirklich angebracht ist, nicht mehr so leicht abgenommen. Und wer sich ständig entschuldigt, der lernt auch nicht das zu geben, was so wichtig für unser Glück und Miteinander ist,nämlich Dankbarkeit.




Wie Glück unsere Seele stärkt

Dankbarkeit erhöht unser Glücksempfinden

Dankbarkeit ist in zwischenmenschlichen Situationen entscheidend für unser Glücks-Empfinden. So wurde in einer Studie der Gonzago University nachgewiesen, dass wir sympathischer und wärmer wahrgenommen werden, je öfter wir uns bei Freunden und Bekannten bedanken.

Doch wir verwechseln im Alltag leider noch zu oft Dankbarkeit mit dem Wunsch, uns zu entschuldigen. Besonders Frauen entschuldigen sich häufig. Dahinter steckt wohl etwas, dass wir anstandslos als gesetzt sehen: Zeit ist Geld. Wenn uns also jemand seine Zeit “opfert” ist kein “Dank” angebracht, sondern eine “Entschuldigung”.

Aber wenn wir uns für die Zeit, die andere für uns aufgebracht haben, entschuldigen, tun wir uns keinen Gefallen. Denn das zeigt nur, dass wir nicht verstehen, worauf es im Hinblick auf Dankbarkeit wirklich ankommt. Denn wir tun gerne Dinge für unsere Freunde und Familie. Es macht uns glücklicher, wie zahllose Studien zeigen. Sich für andere Menschen einzusetzen, so eine Studie der University of Michigan, könnte sogar das Leben verlängern.

Dankbarkeit ist wichtig. Sowohl wenn wir selber dankbar sind, als auch wenn uns Dankbarkeit entgegengebracht wird. Es ist ein zentraler Pfeiler unseres Lebensglücks. Und es gilt, diesen Pfeiler zu stützen. Das tun wir, indem wir aussprechen, was wir empfinden: Nämlich Dankbarkeit, wenn wir dankbar sind.

Es fällt schwer, sich die Verwechslung von “Danke” mit “Entschuldigung” abzugewöhnen. Aber es lohnt sich. Nicht nur unseren Mitmenschen gegenüber, sondern auch uns selbst. Denn desto häufiger wir selber merken, wofür wir DANKbar sein können, desto dankbarer können wir uns fühlen – und damit umso glücklicher.

Zum Focus Artikel

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