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Warum wir im Oktober unsere Neujahrsvorsätze umsetzen sollten
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Warum wir im Oktober unsere Neujahrsvorsätze umsetzen sollten

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© Martin Dimitrov by istock photo

von Simone Debour

Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht. Aber ich kann den Januar nicht sonderlich gut leiden. Nicht nur, weil er kalt und fies und ungemütlich ist. Er ist vor allem deswegen ein einziges Ärgernis, weil er wie ein mahnender Zeigefinger daherkommt. Neujahr ist vorbei, wir sollen uns jetzt alle auf Kommando in bessere Menschen verwandeln. Also zumindest in optimiertere Versionen unser Selbst.

Im Dezember schon grübeln wir über Listen und Vorsätzen und nehmen uns diesmal aber wirklich vor, diese lästigen fünf Kilo extra endlich abzunehmen. Zumindest weniger zu rauchen. Oder zumindest nicht direkt morgens. Auch Alkohol könnten wir weniger trinken, also sollten wir weniger trinken und ja, genau, mehr Obst. Gemüse auch. Hülsenfrüchte essen. Joggen gehen. Auf jeden Fall joggen gehen! Und mehr Bücher lesen, also Bücher lesen. Die Zeitung nicht immer ungelesen zum Altpapier bringen und auf jeden Fall auch öfter selber kochen und nicht nur Essen bestellen.

Ahhh!!

Genau, dass musste ich mal loswerden. Was ein Schwachsinn! Wer hat sich denn ausgedacht, dass wir ausgerechnet im Januar, dem ungemütlichsten Monat überhaupt, anfangen sollen, Sport zu machen? Das macht doch keinen Sinn. Warum sollten wir ausgerechnet in einem Monat mehr Obst und Gemüse essen, wenn es saisonal eigentlich nur Kohl zu haben gibt? Sorry, Januar. Sorry, Neujahrsvorsätze. Das macht alles keinen Sinn.

Ich plädiere daher für einen neuen Januar. Den Oktober.

Der Sommer ist vorbei, wir sind vollgetankt mit Glückshormonen und Vitamin D. Mit ein bisschen Glück sind wir sogar leicht gebräunt, waren viel an der frischen Luft und fühlen uns deshalb auch in unseren Körpern ganz wohl. Anders als mitten im Winter zumindest.

Die Jahreszeit schenkt uns ein paar goldene Tage, dass tut Wunder für die Motivation. Alle sind aus den Sommerferien zurück und mit frischem Schwung (hoffentlich) auch wieder bei der Arbeit. Was für eine gute Zeit, um die Ärmel hochzukrempeln und sich an ein paar Vorsätze zu setzen. Der Sommer, der war noch Ausnahmezustand, jetzt aber wird es wieder Zeit für Routine. Und Routine gibt uns die Möglichkeit, in schöner Regelmäßigkeit Dinge wie ein neues Sportprogramm oder eine Ernährungsumstellung umzusetzen.

Der beginnende Herbst bedankt sich bei uns. Denn, mit ein bisschen Glück, wird aus dem gerade vergangenen Sommer etwas Goldenes – die letzten warmen Strahlen verschmelzen, das Licht wird so grandios wie im ganzen Jahr nicht und wir können uns sowohl draußen als auch drinnen aufhalten. Lange Spaziergänge mit knusperndem Laub, aber auch Rückzug und Kontemplation zuhause. Herbst heißt nämlich auch Konzentration. Auf die Liebsten, auf die eigene Mitte. Wir zentrieren uns neu, kommen zur Ruhe. Und können aus dieser Stimmung heraus auch mit Elan an ein paar Vorsätze rangehen. Denn diese Vorsätze sind nicht so erzwungen wie im Januar, wo wir kurz nach Weihnachten sowieso ein paar Kilo “zu viel” drauf haben, wo wir vor lauter Weihnachtsfeier-Feierei eh zu viel Alkohol getrunken haben oder uns schlicht der Maßlosigkeit hingegeben haben. Das ist keine gute Ausgangsposition um wirklich herauszufinden, was wir in unserem Leben ändern möchten.

Diese Zeit ist jetzt. Und ich bin sicher: So kannst Du auch dem neuen Jahr viel gelassener entgegensehen.

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