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Wer neugierig ist, hat bessere Beziehungen – auch in der Liebe

Wer neugierig ist, hat bessere Beziehungen – auch in der Liebe

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© wundervisuals by iStock

von Gereon von Ehrenfeld

Früher, ganz früher, hatte Neugierde keinen guten Ruf. Dann hieß es oft “Sei nicht so neugierig!”, wenn man interessiert an mehr Informationen war, oder sogar “Steck Deine Nase nicht in Angelegenheiten, die Dich nichts angehen!”. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Denn, ganz ehrlich, wieviel Angelegenheiten in unserem eigenen Umfeld gehen uns denn NICHT an?!

Überhaupt hat Neugierde eine erfreuliche Renaissance erfahren. War es früher, vor allem in sozialen Kontexten, noch verpönt viele Fragen zu stellen, wird ein solches Interesse heute als Zugewandtheit interpretiert.



Aber nicht nur das. Neugierde bringt uns schließlich nicht nur Menschen näher, sie macht aus uns auch kreativere Menschen. Wer nie das Bedürfnis gespürt hat, mal hinter eine Fassade zu blicken, ein Türchen einen Spalt breit weiter zu öffnen oder zu schauen, wie zwei vermeintlich inkompatible Gewürze zusammen schmecken, der bekommt auch nicht heraus, was das Leben in vielerlei Hinsicht reizvoller machen kann.

Das hat mittlerweile auch die Forschung erkannt. Immer mehr Studien, die sich mit Neugierde in sozialen Kontexten beschäftigen, kommen zu dem Ergebnis, das Neugierde uns nicht nur interessanter macht, sondern auch Beziehungen stärkt.

So haben Forscher der George Mason University in Kanada in einer Reihe von Experimenten herausgefunden, dass je neugieriger die Partner waren, desto weniger aggressiv reagierten sie im Rahmen bestimmter Aufgaben. In einem der Experimente sollten die Teilnehmer an einem Test teilnehmen, dessen Ziel es war einen Knopf besonders schnell zu drücken. Der Gewinner wurde dann vor die Wahl gestellt, den Verlierer mit einem lauten Geräusch “bestrafen” zu können. Dabei stellte sich heraus, dass die besonders neugierigen Teilnehmer die leisesten Geräusche wählten.

Aber Neugierde kann auch in der Liebe einen deutlichen Vorteil bringen. Darauf weist eine Studie des Psychologen Arthur Aron hin. Aron und sein Team wollten herausfinden, wie sich Menschen durch Fragen nähern können. Das Setting: Zwei wildfremde Menschen sitzen sich gegenüber und sollen einen Fragenkatalog abarbeiten. Darunter waren Fragen wie “Was würde für dich einen perfekten Tag ausmachen?”, aber auch Fragen wie “Würdest du gerne berühmt sein?”

Am Ende des Experiments sollten die Teilnehmer die gefühlte Nähe zu der anderen Person bewerten. Und siehe da: Ein Großteil der Teilnehmer fühlte sich der zunächst wildfremden Person sehr nah. Zum Teil so nah, wie guten Freunden.

Sprich: Die künstlich angeregte Neugierde der Teilnehmer hatte Nähe hervorgerufen. Eine Nähe, die nur entsteht, wenn man sich öffnet, aufeinander zugeht – neugierig ist. Wer sich auf jemanden einlassen möchte, sollte genau das sein. Denn wer nicht gespannt auf sein Gegenüber ist, der kann das auch nicht umgekehrt erwarten.

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