Home News Wieviel Freunde braucht man im Leben?
Wieviel Freunde braucht man im Leben?
0

Wieviel Freunde braucht man im Leben?

0
© Tijana87 by istock photo
© Tijana87 by istock photo
  • Amerikanische Soziologen haben in einer Studie herausgefunden, dass Menschen, trotz sozialer Netzwerke, nur wenige enge Freundschaften halten.
  • Fünf bis zehn FReunde nehmen durchschnittlich an der eigenen Geburtstagsfeier teil.
  • Für Lebensinn und Wohlfühlglück ist nicht reine Zahl der Freunde ausschlaggebend.

Noch nie war es so einfach „Freunde“ zu finden

Schaut man sich die Freunde eines Facebook-Users an sind es, je nach Alter, durschnittlich zwischen 350 und 650 Menschen. Je jünger die sozical-media-affine Person ist, desto mehr Kontakte unterhält sie. Stellt man sich alleine nur 500 Leute in einem Raum vor, stellt sich unweigerlich die Frage, wie man es alleine schon nur zeitlich schaffen sollte, zu jedem Kontakt auch eine wirkliche Beziehung aufzubauen. So überrascht das Ergebnis der US-Forscher nicht wirklich: Obwohl die Zahl der virtuellen Freundschaften rasant zunimmt, bleibt die Zahl wahrhaftiger Vertrauter erstaunlich gering und sinkt im Laufe des Lebens sogar noch.

Was macht den Unterschied zwischen einem Kontakt und einer Freundschaft aus?

Für die Studie, die im die im Fachmagazin Plos One erschienen ist ist, befragten Forscher um Brian Gillespie von der Sonoma State University 25 185 zufällig ausgewählte Besucher einer Nachrichtenseite zu ihrem Freundeskreis. Zuerst definierten sie den Begriff Freundschaft. Zur Definition gehörten Fragen, was man glaubt, wieviele Personen mit einem Geburtstag feiern würden; wen man im Notfall nachts anrufen und um Hilfe bitten würde; mit wem man über Intimes spricht.

In der Regel war die Antwort bei allen gleich: zwischen fünf und sieben Personen.

Geschlecht und sexuelle Vorlieben sind unerheblich

Die Wissenschaftler durchforsteten die sozialen Netzwerke zudem nach Geschlecht und sexueller Orientierung. Es wurde vermutet, dass homosexuelle Menschen mehr Freundschaften pflegen als Heteros. Man ging davon aus, dass die leider immer noch nicht wirklich anerkannten „Randgruppen“ mehr Freunde bräuchten, um die Verletzungen durch Diskriminierungen zu kompensieren und deshalb ihre Freundschaften mehr pflegen würden. Mit diesen Vorurteilen räumte die Studie ebenfalls auf. Es gibt nur maginale bis gar keine Unterschiede.

Je älter man wird, desto kleiner wird der Freundeskreis

Eine Studie mit 178.000 Teilnehmer des Psychologen Franz Neyer der Universität Jena zeigt auf, dass man in Jugendjahren die meisten Freundschaften schließt. Ab dem 25 Lebensjahr, sozusagen nach Abschluß der Adoleszenzphase, sinkt die Zahl der Freunde stetig. Warum das so ist, ist bislang noch nicht belegt.

Für die Lebenszufriedenheit ist die Anzahl der Freunde nicht entscheidend, sondern die Qualität einer Freundschaft.

Die Anzahl der Facebook-Freunde ist also noch kein Indikator für persönliches Glück.

In diesem Sinne: Pflegt die Beziehung zu den Menschen, die ihr sehr mögt und verhaspelt Euch nicht in der Masse der Kontakte die ihr habt! – Das bereitet dauerhaft nur Stress und schafft Unzufriedenheit.

Mehr zum Thema Freundschaften, Beziehungen und Kontakte

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on TumblrShare on Google+Print this pageEmail this to someone

Falls Dir dieser Beitrag gefällt, freuen wir uns über Deine Unterstützung!


Dein Glücks-Newsletter

Unser kostenloser Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles rund ums Thema Glück.

Datenschutzrichtlinien