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Wofür bist du eigentlich Expertin?

Wofür bist du eigentlich Expertin?

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Worin bist Du Expertin?
© Natalia Bulatova by istock photo

von Dagmar Thiam

Wofür bist du eigentlich Expertin?

Oder: Do what you love!

Wieder einmal habe ich ein Gespräch geführt mit einer Frau, die gar nicht gemerkt hat, dass sie schon Expertin ist!

Das sind die Momente in meinem Leben, wo ich mich schwer zurückhalten muss. Ich muss mir dann verkneifen:

  • sofort und völlig unprofessionell meine „großartigen“ Ratschläge über meinem Gegenüber auszuschütten
  • ihr aufzuzählen, wie viele positive Erfahrungen sie schon mit ihrem Thema gemacht hat und dass sie – ohne es bewusst angegangen zu sein – schon längst eine echte Expertin geworden ist
  • nicht in spontane Depressionen zu verfallen bei Sätzen wie: „Ja, aber damit kann man doch kein Geld verdienen“, oder „Ich hab mich damit doch gar nicht wirklich beschäftigt“, oder „Ich kann keine Weiterbildung / Workshops machen, ich habe in der Schule immer versagt“….
  • einfach meine Begeisterung und auch Verzweiflung im Zaum zu halten, dass hier wieder geballtes weibliches Potenzial vor mir steht, das nicht sichtbar gemacht wird

Zurück zu meinem Gespräch:

Eine Mutter dreier Kinder, von denen zwei hochgradig ADHS haben, die sich seit 20 Jahren mit diesem Thema beschäftigt, die homöopathisch, schulmedizinisch und psychotherapeutisch alles ausprobiert hat, die die größten Veranstaltungen zu diesem Thema besucht hat, die Bücher darüber gelesen hat, die dann festgestellt hat, dass sie ja dieselbe Problematik in sich trägt, die deshalb eigenständig eine Medikation begonnen bzw. abgesetzt und verschiedene Therapien ausprobiert hat, die ihre Kinder durch die Gymnasialstufe(!) begleitet – sprich: die dieses Thema seit zwei Jahrzehnten LEBT! … fragt sich, was sie wohl machen sollte?!

Denn sie will nicht mehr in ihrem früheren Beruf arbeiten und sucht ein neues Tätigkeitsfeld. Der vorherige Beruf gehörte übrigens zuuuuuufälligerweise auch zu den klassischen Helfer-Berufen, das hat ihr nämlich schon immer riesigen Spaß gemacht.

Und übrigens ist sie natürlich so nebenbei schon gefragte Ratgeberin bei Müttern in ihrer Umgebung, die von ihren Erfahrungen profitieren möchten – extrem wichtig für Angehörige von betroffenen Kindern.

Und fragt sich jetzt, was sie als Mutter von drei Kindern denn mit Ende Vierzig wohl anfangen könnte, sie hat ja „nur die Kinder betreut“ in den letzten Jahren und gar nichts „Richtiges“ gemacht …!!!???

WHAT???

So – Cut.

Womit beschäftigst DU dich seit Jahren immer wieder?

Ohne einen Plan dahinter – einfach weil es dich dahin zieht oder weil es aus irgendwelchen Gründen eine Notwendigkeit wurde in deinem Leben.

Zu welchen Themen wirst von deinem Freundeskreis befragt?

Welche Bücher liest du?

Welche Filme schaust du dir gerne an?

Mit welchen Menschen kommst du immer wieder ins Gespräch über immer wiederkehrende Themen, die du spannend findest?

Bei welchen Tätigkeiten merkst du, dass du richtig „in Schwung“ kommst, dass es wie von selbst läuft? Lesen, Schreiben, Yoga, Gespräche führen, Kochen, sich mit bestimmten Blogs beschäftigen, deinen älteren Nachbarn helfen, Buchhaltung – sprich: mit Zahlen agieren, Französisch lernen und nach Frankreich in Urlaub fahren, …

Worin bist DU Expertin?

Und bitte nicht im zweiten Satz denken: „Ja, aber da gibt es so viele, die wesentlich besser sind als ich.“ Erwischt??

Interessiert nicht. Es gibt IMMER Bessere!

Entscheidend sind zwei Dinge:

Du hast schon Expertise gesammelt auf einem Gebiet und kannst „draufpacken“.

Und noch entscheidender: Du beschäftigst dich damit, weil es dich mitgerissen hat und du es wirklich von Herzen gern machst!

Was sagen die ganz großen Unternehmer, wie Steve Jobs (Apple) und Co:

Do what you love!

Warum? Weil nur das letztendlich Erfolg und Glückseligkeit bringt. Denn, wenn du dich nur aus Vernunfts- oder finanziellen Gründen für etwas engagierst, wirst du es nicht lange tun.

Zumindest nicht lange genug, um Anerkennung, innere Befriedigung und / oder ein gefülltes Bankkonto daraus zu entwickeln.

Denk doch mal intensiv darüber nach, womit du dich schon lange beschäftigst – und mach dir eine Liste, was du schon alles gelernt und erfahren hast auf diesem Gebiet. Ich bin mir sicher, du wirst überrascht von dir selbst sein.

Und du kannst dir (noch) gar nicht vorstellen, wie viele Möglichkeiten sich daraus entwickeln lassen …

Ein Beispiel gefällig?

Eine Bekannte von mir hatte ihr Architektur-Studium zwar abgeschlossen, aber in diesem umkämpften Berufsumfeld nicht recht Fuß fassen können. Über zahlreiche kreative Umwege und lange Entwicklungsjahre reifte diese Dame zu einer höchst erfolgreichen Patissière heran: Sie „baut“ heute extravagante Torten und Kuchen und liefert sie in ganz Deutschland aus …

Do more of what makes you happy!

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