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Adventstürchen Nr. 4 – Der Barbara-Tag der Weissagung
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Adventstürchen Nr. 4 – Der Barbara-Tag der Weissagung

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Der Barbara-Tag

Der Barbara-Tag ist ein Orakeltag während der Adventszeit. Er findet immer am 04. Dezember statt und ist der heiligen Barbara gewidmet.

Die heilige Barbara lebte im 3. Jahrhundert in Nikomedia in Kleinasien. Sie war die Tochter eines reichen Kaufmanns. Als sie die christliche Religion kennen lernte, ließ sie sich taufen. Dies war als Kaiser Decius in den Jahren 249-251 die Christen verfolgen ließ. Barbaras Vater, ein Heide, der seine Tochter über alles liebte, war entsetzt und versuchte alles, um sie vom Christentum loszureißen, was ihm aber nicht gelang. Unter anderem sperrte er sie, während einer seiner Geschäftsreisen, in einen Turm, in der Hoffnung, sie würde sich besinnen. Doch sie verfestigte in der Gefangenschaft ihren Glauben und wurde so zu einer der ersten Nonnen, die sich für ein Leben in Demut, Armut verheiratet mit Gott entschied. Aus Enttäuschung und Wut über ihren Starrsinn zeigte Barbaras Vater sie an. Barbara wurde gefangen genommen und kam ins Gefängnis. Auf dem Wege dorthin verfing sich ein Kirschenzweig in ihrem Kleid. Den stellte Barbara in ihrer Zelle in einen Krug mit Wasser. An dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde, blühte der Zweig auf.

Du schienst wie tot,

sagte Barbara zu dem Zweig.

Aber du bist aufgeblüht zu schönerem Leben. So wird auch mein Tod der Anfang eines neuen, ewigen Lebens sein.

Laut Legende, soll ihr Vater Barbara eigenhändig enthauptet haben und wurde während der Tat tötlich von einem Blitz getroffen. Die heilige Barbara ist Symbol Wehr- und Standhaftigkeit und das ewige Leben. Sie gehört zu den 14 Notheiligen und wird u.a. bei Gewitter, Feuergefahr, plötzlichen Tod und Fieber angerufen.

Die Barbara-Zweige

Barbarazweige sind Äste von Obstbäumen, die von Frauen zwischen Mitternacht und Morgengrauen geschnitten und anschließend in warmes Wasser gestellt werden. Durch das Aufblühen bis zum Heiligen Abend soll der Kreislauf aus Leben und Tod symbolisiert, soozusagen dem ewigen Leben gedankt, werden.

Meist handelt es sich um Kirschbaumzweige, auch Apfelbaum-, Birnbaum-, Pflaumenbaum-, Flieder- oder Lindenzweige sind hierfür üblich. Barbarazweige werden am 4. Dezember, dem Gedenktag der Heiligen Barbara, geschnitten und anschließend in warmes Wasser (in der Nähe eines Ofens) gestellt, damit sich an Weihnachten ihre Blüten möglichst geöffnet haben.

Von den Zweigen, die man am 4. Dezember ins Zimmer holt, damit sie zu Weihnachten blühen, heißt es, daß sie uns Zukünftiges prophezeien: Früher, als junge Mädchen in einer guten Partie die beste Zukunft sahen, stellten sie Zweige mit den Namen ihrer Favoriten ins Wasser. Verdorrte ein Zweig, war die Sache klar.

Apfel- oder Pflaumenzweige in voller Blüte verheißen gute Obsternte; die Haselnuß kann Glück und Reichtum bedeuten. Den Kelten galten Blüten und Früchte als Symbole der Klugheit, und in den Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, suchten Rutengänger mit Haselzweigen nach Gold- und Silberadern. Kastanien, die auch nach rigorosem Schnitt immer wieder austreiben, sollen Christi Auferstehung bedeuten; Quitten die Freuden und Leiden der Zweisamkeit.

Das Barbara-Gebet

O heilige Barbara Du edle Braut,
Mein Leib und Seel’ sei Dir vertraut.
Sowohl im Leben als im Tod,
Komm mir zu Hilf’ in letzter Not.

Komm mir zu Hilf’ beim letzten End,
Dass ich empfang’ das heiligste Sakrament.
Dass ich bei Gott soviel erwerb’,
Dass ich in seiner Gnade sterb’.

Den bösen Geist weit von mir treib,
Mit Deiner Hilf’ stets bei mir bleib!
Wenn sich mein’ Seel’ vom Leibe trennt,
So nimm sie auf in Deine Händ!

Behüt sie Gott vor höllischer Pein,
Und führ’ mein’ Seel’ in den Himmel ein.
Amen

Zu den zauberhaften Rauhnächten

 

 

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