Home Männer & Frauen - Alles über Glück und Zufriedenheit in Beziehungen und Partnerschaften Darum tut Liebeskummer so weh – aber er ist auch für etwas gut
Darum tut Liebeskummer so weh – aber er ist auch für etwas gut

Darum tut Liebeskummer so weh – aber er ist auch für etwas gut

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© oneinchpunch by iStockphoto

von Simone Debour

Wer Liebeskummer hat, hat keine anderen Sorgen. Denn Liebeskummer kann fast das schmerzlichste sein, was unserem Gemüt so angetan wird. Wir leiden nicht nur geistig. Wir leiden mit Haut und Haar. Alles tut weh. Die Zukunft ist ein düsteres Loch und da, wo unser Herz sitzt, pocht und schmerzt es, als wären wir so richtig krank.

Und wir sind es auch. Zumindest ein Stück weit. Liebeskummer macht krank. Depressionen, Ängste, Stress. Appetitlosigkeit, Schlafprobleme, Hautausschlag. Selbst Herzprobleme können von Liebeskummer herrühren.


Liebeskummer kann krank machen

Neurologen interessieren sich dafür, wie sich Liebeskummer in unserem Gehirn manifestiert. Wer verliebt ist, der schüttet Dopamin aus – denn Liebe, so zeigt sich, ist nicht nur ein Gefühl. Es ist vielmehr auch ein Antrieb – etwas, wozu uns Dopamin anfeuert. Fehlt die Person, die wir lieben, muss sich das Gehirn umstellen. Ein langsamer, ein schmerzhafter Prozess für unsere Psyche.

Pille gegen den Schmerz

Daher sind Wissenschaftler auch daran interessiert, diesen Schmerz zu behandeln. Und zwar nicht nur durch Zeit und guten Zuspruch. Sondern durch Medizin. Wenn wir schließlich verstehen, wie sich Liebeskummer neurologisch ausdrückt, könnten wir ihn ja auch behandeln, so der Hintergedanke. So gibt es neuere Studien in denen schon gezeigt werden konnte, dass sich “sozialer Schmerz” – also Schmerz durch Zurückweisung o.ä ausgelöst – durch handelsübliche Schmerzmittel bekämpfen lässt.

Aber vielleicht ist der Schmerz ja auch zu etwas gut. Wir sollten ihn also besser gar nicht bekämpfen. Denn Psychologen gehen davon aus, dass Herzschmerz auch funktional ist. Sozialer Schmerz weist uns nämlich darauf hin, dass wir auch in sozialen Situationen lernen können. Unser Verhalten ändern und weiterleben können. Doch die meisten von uns tendieren dazu, diesen Schmerz zu unterdrücken. Man klagt vielleicht ein paar guten Freunden sein Leid, tut aber ansonsten so, als wäre alles in Ordnung.



Und auch wenn wir sicherlich nicht jedem den wir kennen, unsere Liebesprobleme auf die Nase binden sollten, könnte es Sinn machen, sich etwas mehr um unseren Herzschmerz zu kümmern und ihn nicht einfach wegzuschließen. Denn wenn der Schmerz so funktional ist, wie einige Wissenschaftler annehmen, dann könnte er uns und auch anderen helfen, in einer nächsten Situation anders zu handeln. Und sie besser zu überstehen.

Wie geht es weiter?

Wessen Herz so leidet, sollte sich also Zeit nehmen. Zeit für sich, Zeit für die Selbstpflege und die Heilung. Sich ausruhen und in Ruhe über alles nachdenken. Denn so könnte der Liebeskummer auch funktional genutzt werden: Als eine Erfahrung die dabei hilft nicht noch einmal dieselben Fehler zu machen. Wenn man so will könnte man fast sagen, die Natur hat sich bei dem Schmerz schon etwas gedacht. Deswegen ist auch eine Anti-Liebeskummer-Pille keine gute Idee. Denn Liebeskummer lässt sich trotz aller Schmerzen aushalten. Auch, weil eines gewiß ist: Irgendwann ist er vorbei.

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