Warum das Reisen glücklich macht

Warum das Reisen glücklich macht

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Reisen macht aus vielen Gründen glücklich. Bei einem Blick auf solche Landschaften vor allem, weil es den Kopf frei macht und uns zeigt, auf was es eigentlich ankommt. (unsplash.com © KaLisa Veer)

Fast jeder Mensch macht gerne Urlaub, bereist gerne die Welt – wenn er denn die Mittel dazu und somit das Privileg hat, sich diese Freiheit leisten zu können. Die Sehnsucht, die wir immer wieder danach verspüren, auf Reisen zu gehen, kommt nicht von ungefähr.

Denn Reisen macht glücklich. Eine Studie der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) zum Thema Reiseerinnerungen, die im Auftrag von Swiss International Air Lines durchgeführt wurde, untermauert diesen Fakt sogar wissenschaftlich. Der Großteil der Deutschen nämlich gab an, dass es einen besonderen Reisemoment gäbe, der gerne erneut erlebt werden würde. Die Umfrage ergab, dass Reiseerinnerungen unsere Persönlichkeit prägen. Aber aus welchen Gründen ist das so und warum macht uns das glücklich?

Weil Abwechslung den Kopf frei macht

Fast jeder ist ständig gehetzt und gestresst. Von der Arbeit oder von privaten Terminen, Treffen und Verabredungen. Von Kursen und Seminaren, die man sich selbst aufgehalst hat oder einfach nur vom Alltag mit all seinen kleinen Hürden und Herausforderungen selbst. Zeit für Entspannung bleibt kaum noch. Die Schriftstellerin Sybille Berg stellt die entscheidende Frage, die wir uns alle immer mal wieder stellen sollten: „Was braucht man denn schon zum Leben, und sollten wir nicht alle ein wenig innehalten?“ Und dann schlägt sie vor: „Mal etwas lesen, schöne Idee, mal spazieren gehen, mal wieder Dings sehen.“

Ja, das wäre doch was. Die Reihe lässt sich individuell fortsetzen: Mal wieder ins Kino gehen, mal wieder in den See hüpfen, mal wieder eine Schallplatte von vorne bis hinten durchhören. All das klappt aber erst und lässt sich erst dann auch immer wieder mal in den Alltag einbauen, wenn der Kopf frei ist. Wenn er belegt ist mit allerlei Gedanken, Sorgen und Plänen, kann nicht durchgelüftet werden. Der Durchzug ist aber wichtig, um Platz für Neues zu schaffen oder eben Raum, um mal wieder das eigene Glück zu erkunden.

Und hier kommt das Reisen ins Spiel. Wer sich auf macht, in andere Länder oder gar auf andere Kontinente, wer mal etwas Neues sieht und aus dem Alltag aussteigt, sorgt dafür, dass der Kopf frei wird. Ganz automatisch. Weil die Abwechslung spannend ist, weil sie einem klar macht, dass man meistens viel zu verkopft durch die Welt läuft und weil das Andere, was man auf Reisen trifft, absolut inspirierend ist.

Weil sich das Leben besser genießen lässt

Reisen macht außerdem glücklich, weil sich das Leben dabei viel besser genießen lässt, als im tristen Alltag. Dort nämlich ist das Feierabendbier oder das Mittagessen beim Italiener um die Ecke doch meist nur ein Ausgleich für etwas, was vorher gestresst hat oder was gleich wieder anstrengend sein wird. Auf Reisen dagegen ist der Genuss einfach nur Genuss und muss nichts ausgleichen. Er geht außerdem mit weniger schlechtem Gewissen einher – schließlich reist man nun auch nicht ständig und darf sich dabei dann auch mal etwas gönnen.

Alleine das Essen richtig zu genießen klappt auf Reisen meistens besser. (unsplash.com © Igor Miske)

Wunderbar genießen lässt sich das Leben schon in Ländern und vor allem schönen Großstädten vor unserer Haustür. Amsterdam etwa bietet unzählige Möglichkeiten, Kunst einmal so richtig intensiv einzusaugen und sich danach durch eine der netten Grachten schippern zu lassen, um die Architektur zu bestaunen. Barcelona ist für schöne heiße Strandtage und für das Feiern am Abend die richtige Anlaufstelle. In Paris, der Stadt der Liebe, kann vor allem gut gegessen, entspannt und geshoppt werden. Wo und wie das am besten geht, hat die Bloggerin Ithaa erkundet. Zu ihren Lieblingsplätzen gehören unter anderem der Jardin des Tuileries, die Rue Crémieux, die Rue de Rivoli sowie das Viertel „Le Marais“. Hier findet jeder unzählige Möglichkeiten, den Aufenthalt in Paris so richtig zu genießen.

Und Kunst gibt es hier natürlich auch en masse – man denke nur ans Louvre und die Mona Lisa. Und selbst unsere Hauptstadt, Berlin, ist für alle eine Reise wert, die hier noch nicht (so oft) waren. Die vielen Kulturen, die hier zusammenkommen und miteinander leben und der ganz besondere Vibe, den Berlin verströmt, machen die Metropole zu einem Highlight in ganz Europa.

Weil wir Neues dazu lernen

Wo wir schon beim Thema Kulturen sind: Wer reist, lernt zwangsläufig auch andere Kulturen kennen. Und diese neuen Kulturen bereichern uns, weil sie uns einen neuen, anderen und ungewohnten Blick auf die Welt verschaffen. Außerdem halten sie uns oftmals vor Augen, wie gut es uns in Deutschland eigentlich meistens geht. Und wie glücklich wir uns jeden Tag schätzen und fühlen sollten.

In anderen Ländern und Kulturen machen die Menschen außerdem viele Dinge anders, als in Deutschland. Sie kochen anders, essen andere Dinge auf andere Art und Weise, sie begrüßen sich anders, gehen im Privaten anders miteinander um. Beim Reisen werden wir hiermit nicht nur konfrontiert, wir passen uns bestenfalls auch an und machen beim „Anderssein“ mit. Und das macht ebenfalls glücklich. Denn Dinge auf ungewöhnliche Art und Weise zu tun, hilft uns dabei, wieder mehr Freude zu empfinden. Das haben die Forscher Ed O’Brien von der University of Chicago und Robert W. Smith von der Ohio State University herausgefunden.

Diese Erfahrungen sind natürlich nicht das Einzige, was wir auf Reisen lernen. Hinzu kommen nämlich noch die anderen Sprachen. Selbst wenn es bei kürzeren Aufenthalten nur ein paar einfache Grundlagen sind: Es gibt nichts Bereichernderes und Erfüllenderes, als sich mit fremden Menschen in anderen Ländern ein wenig austauschen zu können. Und dabei Dinge zu lernen, die man im eigenen Land so vielleicht nicht lernen kann.

Weil sich Freundschaften fürs Leben finden

Beim Austausch mit Fremden, Einheimischen und mit anderen Reisenden passiert im besten Fall sogar noch etwas anderes: Es bleibt nicht bei ein oder zwei kurzen Gesprächen oder gar bei Smalltalk, sondern es kommt zu einer Verbindung. Zu einer geistigen, seelischen oder sonst wie gearteten. Diese Verbindungen – ein kurzer Blick, ein ehrliches Wort, eine Umarmung, eine Berührung – sind der beste Nährboden für Freundschaften.

Auf Reisen entstehen nicht selten Freundschaften, die ein Leben lang halten. (unsplash.com © Elizeu Dias)

Freundschaften, die beim Reisen entstehen, sind oft Freundschaften fürs Leben. Schließlich sind die Zufälle und Gegebenheiten, unter denen solch eine Freundschaft entsteht, meist ungewöhnlich und oft magisch für alle Beteiligten. Außerdem ist die Chance, dass man nach der Reise an einem ähnlichen Ort sein wird, gering. Kontakt, der aber dennoch über die Distanz aufrechterhalten wird und vielleicht für Besuche beim jeweils anderen nach einer gewissen Zeit führt, hat eine ungewöhnlich starke Kraft. Diese Kraft ist immer wieder erstaunlich. Sie ist stark, gibt einem Hoffnung und macht vor allem auch glücklich.

 

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